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Schmerz und Aggressionen

Traum vom 27. August 1999

In Eistedt gebe ich einen Astrokurs. Wir streiten miteinander. Wilma und Marina wollen Deutungen von mir hören, und es passt ihnen nicht, dass ich etwas nachschlagen muss. Aber ich kann es nicht aus dem Kopf. Sie wollen nichts vom Planeten Mars erfahren, sondern wollen ihn so deuten, wie es ihrem gegenwärtigen Wissen entspricht und meinen dass sie nichts mehr lernen müssten. Ich erkläre, dass man mit den Prinzipien arbeiten müsse, um sie verstehen zu lernen. Erst wenn man ein Prinzip 30mal in der Praxis erlebt hat, gewinnt man ein Verständnis dafür, das durch Lesen allein nicht erworben werden kann. Aber sie wollen erst einmal lesen und dann das Prinzip anwenden, ohne Erfahrungen zu sammeln. Ich bin sauer, weil sie mir vorwerfen, dass ich mich nicht auskenne. Ich schreie ihnen zu, dass sie den Scheiß allein machen sollen. Marina schaut mich abwertend an. Nun beschmutze ich ihr weißes Bettlaken auch noch versehentlich mit grünem Pflanzensaft. Sie ist empört. Ich bitte auf aggressive Weise um Entschuldigung, denn ich tat es doch nicht absichtlich. Wir streiten weiter und ich ärgere mich über ihre Uneinsichtigkeit. Dann gehe ich und sage, dass der Kurs beendet ist. Das ist den beiden recht, denn sie meinen, dass sie alleine schneller weiter kommen. Ich steige in eine roten Transporter der Heizungsfirma. Betätige den Anlasser; klappernd beginnt die Fahrt. Ist die Fahrertür eigentlich richtig verschlossen? Ich kann durch einen Schlitz zwischen Karosserie und Tür hinaus schauen.

… In der Dunkelheit mit dem Fahrrad auf einem Fußweg unterwegs. Rechts von mir zwei Bagger, die auf einer großen Ackerfläche arbeiten. Sie werfen in weitem Bogen grüne Pflanzen über die Mutterbodenfläche und verteilen sie darauf. Sie werfen so hoch und so weit, dass der Fußweg vor mir mit jungen grünen Pflanzen und Sträuchern bedeckt wird. Das erschwert das Radfahren, weil man darauf achten muss, nicht zu stürzen. Aber es berührt mich auch, denn es ist wie ein Wunder so schön. Alle diese schönen Pflanzen! Ich höre, wie ein Mann seiner Frau von dieser Sache berichtet. Auch er ist total begeistert. Es ist wie ein Wunder, das es in solch einer Fülle wächst….
Auf einem Weg. Thommy ist tot. Deshalb gehe ich auf einer Sandfläche im Kreis. Hinterlasse mit meinen Schuhen eine ovale Spur im Sand, die nur undeutlich sichtbar wird. Deshalb drehe ich eine weitere Runde. Die verwischten Spuren sind meiner jetzigen Gangrichtung entgegengesetzt. Ich stampfe rhythmisch auf und klatsche in die Hände.
Nun sitze ich vor der Haustür meines Elternhauses. Links von mir ist ein großer Behälter mit feuchtem Sand. Es lassen sich richtige „Teigstücke“ daraus formen, die wunderbar haften. Das habe ich früher auch mit Thommy gemacht, als er noch klein war. Aber der war nie zufrieden damit. Er mochte es nicht, wenn der Sand so feucht war und wollte nicht damit spielen. Aber ich hatte geschimpft und wollte ihn zu seinem Glück zwingen und er musste mit dem Sand spielen. Oh, ist das schmerzhaft, denn ich kann es nicht wiedergutmachen, was ich ihm angetan habe und kann ihn auch nicht um Verzeihung bitten oder mich bei ihm entschuldigen, denn nun ist er tot. Warum musste ich auch wegen so etwas mit ihm streiten und ihn unter Druck setzen. Es tut mir so leid, dass er sterben musste, ohne dass ich ihm meine Liebe gezeigt hätte. Ich bin von schmerzhafter Reue erfüllt. Nun ist es zu spät. Während ich voller Reue darüber nachdenke, knete ich den feuchten Sand mit den Händen und forme runde Stücke daraus, zerteile sie und forme neu. Das an sich ist angenehm.

…Ich befinde mich in einem großen Raum. Dort wird eine Sitzung mit einem Vortrag stattfinden. Viele festlich, in glitzernden Abendkleidern, gekleidete Frauen, die kräftig geschminkt sind, stehen im Raum. Sie unterhalten sich. Ich wundere mich, dass es nur Frauen sind, denn ich hatte auch Männer erwartet. Ich begrüße einige Frauen, die links von den Tischen stehen. Ich überlege, ob ich den Vorstand auch begrüßen muss. Ich schaue zu den betreffenden Frauen hinüber. Sie begrüßen sich gegenseitig und bemerken mich nicht. Dann kann ich es sein lassen.

…Ich unterhalte mich mit Gudrun in einer Urlaubsstadt. Wir stehen im Zentrum des kleinen Ortes. Ich versuche Gudrun den Ort zu beschreiben, wo ich war, weil sie den Ort auch kennt. Ich berichte, wo Beete bepflanzt sind und wo nicht, und erkläre, wo etwas gepflastert ist und wo nicht. Dabei habe ich den Grundriss des Ortes vor Augen und versuche ihr an Hand des Planes alles zu erläutern….

…Draußen. Thommy und viele Menschen. Thommy greift in den Stoff meines Mantels und preist diesen Mantel bei den anderen an. Ich überlege, ob er wirklich so wertvoll ist, wie er es darstellt. Ich glaube, es ist gar kein Ledermantel. Die anderen schauen kritisch und skeptisch. So gehe ich durch eine Menge, die besser gekleidet ist als ich….