Home » Traumtagebuch » Der himmlische Wasserbogen

Der himmlische Wasserbogen

Traum vom 29. August 1999Mond in Stier

Jemand erzählt von einem Ort, der unter einer Landzunge, bzw. unter einem aus der übrigen Landschaft hervorragenden Felsengebilde angesiedelt ist. Das bedeutet, dieser Ort liegt immer im Schatten. An diesem Ort ist es auch kälter, als in der Umgebung. Dieser Ort ist aber sehenswert und man sollte hinfahren. Vor dem inneren Auge erscheint dieser Ort. Ich sehe, wie er im Schatten dieser landschaftlichen Formation liegt und ich spüre, dass ich von diesem Ort angezogen werde.

Himmlischer Wasserbogen

Himmlischer Wasserbogen

Nun befinde ich mich auf einem großen Firmengelände. Ich gehe an einem großen Gebäude vorbei und schaue zum Himmel hinauf. Dort sehe ich tief Beeindruckendes: Eine riesige Brücke aus Wassermassen hoch über uns. Der Fluss oder das Meer fließt über uns hinweg, aber ohne dass man erkennen könnte, was das Wasser davon abhält, auf uns herab zu stürzen. Doch es wundert mich nicht. Es ist einzigartig faszinierend und lässt die höhere Macht spüren. Ich sehe die Umrisse einiger Schiffsunterteile schemenhaft durch das Wasser gleiten; Schiffe, die von oben das Licht des Himmels empfangen. Es ist eigenartig, das aus dieser Perspektive zu sehen. Und es ist eigenartig, dass es überhaupt möglich ist. Es hat den Anschein, als gäbe es jenseits dieser Wasserbrücke ein eigenständiges Leben, von dem wir bisher nicht wussten. Aber gleichzeitig spüre ich, dass es trotzdem von dieser Welt ist, und alle und alles miteinander verbunden sind.

Der Wasserhimmel ist in ein gedämpft orangefarbenes Licht gehüllt. Plötzlich scheint es, als habe jemand blaue Tinte in den Wasserhimmel geträufelt, denn es bilden sich blaue Spritzer, die sich ausdehnen, mit dem Wasser vermischen und aus denen wolkige Gebilde in neuen Farben entstehen. Auf dem Boden zu meinen Füßen spiegelt es sich wieder, wie auf einer Leinwand. Über mir zieht gerade ein großes Schiff dahin und ich sehe den schattigen Umriss ganz groß. Welch eine Farbenpracht über mir. Nun verändert sich wieder etwas. Es ist eine Erscheinung an dieser Wasserbrücke, als habe man farbiges Brausepulver in kräftigem leuchtenden orange hinein geschüttet, und dieses würde sich nun prickelnd auflösen und sich verströmen. Wiederum ist diese Erscheinung jetzt auch zu meinen Füßen am Boden zu sehen. Da sagt jemand: „Oh, gerade jetzt gibt es ein Sandsturm! Wir müssen uns schützen!“ Schon wird unser Standort vom Sand ergriffen, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich spüre ein pieksendes Kribbeln im Gesicht. Ich stelle mich zum Schutz in einen Türrahmen, auch wenn es auf mich nicht bedrohlich wirkt. Thommy steht etwas weiter draußen. Aber es ist nicht schlimm. Welch ein Gewimmal am Himmel… Es sind viele kleine Schiffe unterwegs. Wir sind an diesem Ort fast wie eingeschlossen von diesem wässrigen Himmel, der allem eine lastende Schwere verleiht. Die allerdings auch ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt.