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Die klapperdürre nasse Frau

Traum vom 1. September 1999

Meine Oma, die Geweyhte, stirbt. Ich gehe, vom Schlafzimmer kommend, hinüber in ihr Wohnzimmer (Kindheit). Dort fließt ein Strom Wasser aus einem Wasserhahn in der Wand. Warum hat sie das gemacht? Der Teppich ist voller Wasser. Jemand meint, das sei so passiert ohne ihre Hilfe. Aber das glaube ich nicht. Ich drehe den Hahn zu. Quitsch-quatsch, so nass ist der Teppich. Ich hebe den Teppich hoch und nehme die schwarze Kappe von einer Uhu-Tube darunter hervor und lege sie auf den Tisch. Die Geweyhte wird sie vielleicht suchen. Im Moment schläft sie. Hoffentlich schläft sie weiter. Ich möchte nicht, dass sie aufwacht. Jetzt höre ich jemanden mit ihr reden. Sie wartet darauf, dass ich auch komme. Das wäre meine Verpflichtung. Ich verhalte mich ganz leise, damit sie nicht bemerkt, dass ich auch da bin. Ich möchte abhauen, um nicht mit ihr reden zu müssen. Da kommt sie mir auf dem Flur (Elternhaus) entgegen. Sie ist ganz nackt und kalt und nass. Klapperdürr und groß ist sie. Sie nimmt mich in den Arm, wogegen sich alles in mir sträubt, aber ich gebe mein Bestes.
Nun liegt sie in der Strickerei im Bett und ich will mich davon schleichen. Ich höre sie reden. Dann liegt sie im Schlafzimmer. Thommy sitzt in einem Raum davor und schaut mich mit großen, fragenden und traurigen Augen voller Schmerz an. Ich sage, dass sie stirbt und dass ich am liebsten nicht hingehen möchte.