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Zuneigung

Traum vom 2. Juli 2009

Autofahrt. Ich sitze auf der Rückbank. Mitte. Zwei Männer auf den Vordersitzen. Der Mann auf dem Beifahrersitz lenkt das Fahrzeug. Ich sitze leicht vorgebeugt, meinen Kopf zwischen die beiden Männer gesteckt. Der Fahrer zeigt ein altes Foto, bestimmt vor weit über zwanzig Jahren aufgenommen, und meint zu mir: „Bist das Du?“ „Nee nee!“ „Doch, na klar!“ Ich betrachte das Bild näher und staune etwas, da ich nichts von der Existenz dieses Bildes wusste. Tatsächlich bin ich darauf zu sehen. Es ist eine bewegte Aufnahme und ich kann meine Haltung etwas beobachten. Erstaunlich… ich hätte nicht gedacht, dass ich so aufrecht und groß wirke. Ganz ernst mein Gesichtsausdruck. Und ich strahle die Selbstsicherheit einer erfahrenen Frau aus. Oder werfe ich mich sogar vor Stolz in die Brust? So ein ganz klein wenig? Ich bin nicht sicher, finde aber im Großen und Ganzen, dass ich gar nicht einen so schlechten Eindruck mache. Mit den Gedanken bei dem Bild lege ich den linken Arm um den Mann, dem Beifahrer auf der Fahrerseite. Spüre die warme und griffigweiche Struktur seiner Schurwollstrickjacke. Anfangs glaube ich noch mich zu irren, als es den Anschein hat, der Mann neige sich mir, durch meine Berührung ausgelöst, ein wenig zu. Doch bei einer zweiten Bewegung gibt es keinerlei Zweifel mehr. Er sucht meine Nähe. Ich erlebe seine Annäherung und seine zunehmende Nähe als sehr angenehm. Ja, ich verspüre mit einem Male ein sehnsuchtsvolles Ziehen in meiner Brust… wie schön wäre es jetzt, mich einfach bei ihm anzulehnen… einfach so.

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