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School is out

Traum vom 6.Oktober 2000

Ich will eine Art Schulgebäude verlassen. Ich will vor den anderen fliehen und in Ruhe gelassen werden, denn es schmerzt so, es tut so weh psychisch. In dem Gebäude gehe ich die Treppe rauf und fühle mich zutiefst unverstanden.

Nun hocke ich mit einer Frau vor dem Gebäude auf dem Fußweg am Straßenrand. Wir haben unsere Beine so miteinander in der Hocke verschlungen, dass wir eine gleichgewichtige Einheit bilden und nicht so leicht ins Schwanken geraten können. Die Frau erzählt mir ganz vergnügt auf eine freundlich-offene Art von ihren Erlebnissen. Wenn Amy und Wolfram gleich mit ihrem Auto vorbeifahren, werden sie mich mit ihr sehen. Ob sie überrascht sein werden? Mein Körper ragt etwas über den Gehwegrand auf die Straße. Wir müssen aufpassen, wenn das Auto kommt, dass es sie nicht streift.

Ich gehe über die Straße rüber zu dem Schulgebäude. Dort steht Karen, die meine schwarze Handtasche quer über ihrer Brust hängen hat. Aber was macht sie denn da, denke ich unangenehm berührt. Meine Tasche ist ganz beschmutzt, voller weißer Farbflecken und –spritzer. Außerdem ist sie ganz staubig vom Putz. Die Frau benutzt meine Tasche als einen Behälter für Zement oder so. Auf jeden Fall greift sie mit ihrer Hand immer wieder hinein, und holt eine Handvoll von irgendetwas heraus. Sie hat meine Tasche zweckentfremdet. Ich sage betroffen zu ihr: „Das ist meine Tasche. Die ist ganz schmutzig!“

Auf dem Fußweg kommt mir nun Claudi entgegen. Sie hat einen kleinen Spiralblock mit einem gelb-bunten Abdeckblatt in der Hand. Ich möchte mir den Block ansehen und schlage das Deckblatt auf. Dabei reiße ich es unbeabsichtigt ab. Ich bin ganz erschrocken, halte das Deckblatt in der Hand und schaue auf die abgerissen Fetzen oben am Blatt. Jetzt kann sie es nicht mehr verschenken. Ich überlege, ob sie den Block nicht einfach zurückgeben sollte, weil er schon beschädigt war? Und „Guck mal!“, sage ich zu ihr, „die Seiten in dem Block sind zum größten Teil schon verschmutzt. Und das war vorher schon so!“ Dann kann sie den Block sicher umtauschen. Oh je, da bemerke ich, dass ich die Seiten, wie einen Taschenkalender, schon alle mit grüner Tinte beschrieben habe. Vielleicht astrologische Konstellationen oder so ähnlich. Dann kann man es nicht zurückgeben, das ist klar. Ich sage ihr, dass ich den Block nehmen werde, weil er sich nicht mehr umtauschen lässt.

Ich befinde mich im Schulgebäude. Es gab ein Dankeschön für alle. Ich bekam nichts. Eine Frau bekam sogar einen Blumenstrauß, den sie sehr bewunderte, weil er ihr so gefiel.
Nun sind alle wieder zusammen gekommen. Es ist so dunkel in dem Raum in der Schule, als sollte eine Diavorführung stattfinden. Es werden wieder Dankeschöns in Form von grün beschriebenen Schriftstücken an alle, außer mir, verteilt. Es sind viele dunkelhaarige Türkinnen dabei. Die Frau, die den Blumenstrauß bekam, bekommt nun ein Foto von eben diesen. Sie zeigt uns allen das Foto, freut sich und lobt noch einmal: „Der Blumenstrauß war aber auch schön!“ Ich finde das Foto nicht gut. Die Farben des Blumenstraußes sind darauf gar nicht zu erkennen, denn die Aufnahme ist viel zu dunkel. Das sage ich ihr aber nicht. Denn sie ist ja so dankbar. Während alle etwas zugeteilt bekommen, gehe ich nochmals leer aus. Das schmerzt ganz tief. …

Jetzt liege ich in einem Doppelbett mit Amy an meiner rechten Seite. Gegenüberliegend befindet sich noch ein Doppelbett. Ich kann die Situation nicht einordnen. Wir liegen jedenfalls nackt im Bett. Amy spricht eher abfällig über Rudolpho. Da kommt er rechts durch eine Tür, auch nackt, mit einer Wolldecke über den Arm. Beate hält ihn für betrunken. Ich halte ihn nicht für betrunken. Sie will ihn sich aus der Nähe angucken und stellt sich auf alle Viere, mir den nackten Hintern zugewandt. Ich sehe ihn in Großaufnahme vor mir. Er sieht so platt aus und die Arschritze schimmert breit und rosa. Ich fühle Abneigung. „Siehst du“!, meint sie und fühlt sich in ihrer Annahme, wohl durch Rudolphos Auftreten bestätigt, dass er betrunken ist. Ich glaube es aber nicht. Aber das lässt sie nicht gelten, sie weiß es eben immer besser.

Ich befinde mich nun wieder bei Karen. Es sind drei Personen da. Einer liegt in einer Hängematte. Ich will nicht mehr ruhen.