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Sport! Täglich Sport!

Traum vom 30. Juni 2009

Bei meiner Frauenärztin. Wir sitzen uns an ihrem Schreibtisch gegenüber. Auf dem Schreibtisch liegt das heute einzunehmende Medikament mit Depotwirkung: eine relativ große Pillenkugel, steinfarben, mit Längsriffeln, und mit je einer Spitze an ihrem „Nord-“ und „Südpol“, die mich an orientalische Zwiebeltürmchen denken lassen. Das ist ein dickes Ding. Diese Pillenkugel muss ich im Beisein der Ärztin einnehmen. Momentan ist sie aber nebenan mit etwas anderem beschäftigt, weshalb ich noch warte.

Bald gehe ich zu ihr. Sie sitzt mit einigen Frauen an einem langen Tisch. Ganz spontan rufe ich sie auf: „Sabine…!“ Eigentlich hatte ich sie fragen wollen, wann es los geht, aber ich bin dermaßen erstaunt darüber, sie mit ihrem Vornamen (der noch nicht einmal der richtige ist) angesprochen zu haben, dass ich innehalte und mich frage: Seit wann sind wir per Du?? Ich wusste gar nicht, dass ihr Vorname Sabine ist?! Die Frauenärztin schaut überrascht auf und fragt freundlich: „Woher nehmen Sie nur immer ihre gute Laune?“ Vermutlich überrascht es sie, weil sie ja ahnt, dass mich sicher auch heute noch Ängste und Sorgen belasten – die Pille erinnert ja daran. Meine Antwort ist ganz klar: „Sport! Täglich Sport!“ Das hebt die Stimmung und macht das Leben erfreulich. Es wird nun Zeit, die Pille zu nehmen, damit die Wirkung dieser Therapie nicht unterbrochen wird.

In einem weiteren Nebenzimmer treffe ich auf meinen Großvater. Er sitzt auf einer alten Couch. Seine Augen sind geschlossen; er döst wohl. In seiner Achselmulde liegt ein männliches Baby, das ebenfalls schläft. Als Großvater mich nun bemerkt, zuckt er zusammen, öffnet die Augen und kann gerade noch das Baby abfangen, das ihm durch die ruckartige Bewegung fast entflutscht wäre, und an seinen Schlafplatz zurückrollen lassen. Das Baby ist ganz schmal und nachgiebig. Ich bin überrascht, zu sehen, wie fürsorglich und liebevoll sich mein Großvater um dieses zarte Baby sorgt. Diese Sanftheit hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Wirklich schön. Wir lächeln uns wortlos an.

Dann im Flieger. Ein altes großräumiges Russenflugzeug – ein Relikt aus alten Zeiten. Wir fliegen ganz gemütlich in geringer Höhe. Ah ja, langsam finde ich mich zurecht… Vermutlich werden wir gleich zwischenlanden. Sieht aus wie im Tibetischen Hochland. Ist das Fahrwerk bereits ausgefahren und wir rumpeln über diesen unbefestigten Pfad, der sich vor meinen Augen durch die Landschaft schlängelt? Vielleicht befinden wir uns in einer gefährlichen Situation und ich ahne noch nichts davon? Ich stehe auf, schaue mich noch mal zu meinem Sitzplatz um, weil ich ein handgroßes helles Objekt dort zurücklasse und mich kurz vergewissern will, ob es an seinem Platz ist. Die Bekannte oder Verwandte, die neben mir saß, macht sich ebenfalls auf den Weg. Wir teilen einander kurz mit, was wir die nächsten Minuten tun werden. Ich sage: „Ich werde die Pause nutzen um zu ernten!“

Draußen dann ein kleiner Küstenstreifen aus Sand. Inmitten der Fläche steht ein einfacher Holzaufbau, der über eine kleine Stiege zu erklimmen ist. Ohne lange zu überlegen, steige ich hinauf und beginne damit, die Früchte vom Strauch zu pflücken, der sich zwischen all den Holzbrettern ausgebreitet hat. Der Stachelbeerstrauch hängt dicht voller pflaumengroßer Weintrauben! Doch mir kommen Zweifel… Sind die Früchte wirklich schon reif? Ich hatte wohl eher orangegelb leuchtende Früchte erwartet. Eine nähere Betrachtung lässt jedoch keine Zweifel zurück, die Früchte sind saftig und prall. Nach und nach zupfe ich sie ab. Einige Männer stehen herum und überlegen vielleicht, ob ich berechtigt bin, die Ernte einzufahren. Dieser Früchtestrauch gehört der Allgemeinheit – es ist allen erlaubt, sich davon nach Belieben zu nehmen.

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