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Agathes Swimmingpool

Traum vom 10. Oktober 2000

Ich bin bei Agathe zum Putzen. Ich schaue von einem Balkon nach unten auf die Terrasse mit dem Swimmingpool. Ach, man kann jetzt nur noch von hier oben hinein springen. Eine Veränderung, die sie nach dem Tod ihres Mannes vorgenommen hat. Früher konnte man auch unten von der Terrasse aus in das Wasser gehen. Ich soll von hier oben eine Wolldecke ausschütteln. Das widerstrebt mir, weil die Staubkrümel auf den nassen Steinplatten haften bleiben. Ich sehe es direkt vor mir, wie das aussähe. Im Wohnraum sind in einer Wand an zwei Stellen je eine hellblaue Wolldecke mit Fransen, in die Auslassungen der Wand, hineingepresst. Ich weiß nicht was das soll. Ich bin dabei eine dieser Decken herauszufingern – das gehört zur Reinigung. Eine ausländische Putzfrau mit dunklen Haaren ist hier beschäftigt. Sie wird gerade bezahlt. Ich höre Agathe fragen: „Wie viel Stunden waren Sie da?“ Dann wird die Türkin von jemanden mit einer dunklen Limousine abgeholt. Der Fahrer steigt aus, um die Beifahrertür für sie zu öffnen. Ach, es ist ein Bauer. Dass die Bauern immer die größten Autos haben! Ich muss noch weiter putzen. Agathes Kinder haben einige Jugendliche zum Schwimmen eingeladen. Ich sehe sie in einiger Entfernung links von mir stehen. Eigentlich müsste ich jetzt noch 20 Minuten arbeiten, aber ich will los. Ich könnte die restlichen 20 Minuten ein anderes Mal nachholen. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil das mit Agathe nicht abgesprochen war.

Eine große Familie besucht Agathe und fragt: „Dürfen wir?“ Agathe weiß Bescheid. Ach, es will mal wieder eine Familie ihr Schwimmbad benutzen; das kennt sie schon. Die Familienmitglieder sind sehr gebildet und selbstbewusst. Sie haben viele Kinder dabei, die ganz selbstverständlich alle möglichen Fragen stellen.

Nun sitze ich irgendwo mit dem Rücken an eine Wand gelehnt, mit nach vorne ausgestreckten Beinen und warte. Ein Mann strebt mit lüsternen Blicken auf mich zu und setzt sich zu meinen Füßen. Er greift mit seinen rot-blau gefärbten und speckig glänzenden Fingern zielstrebig und direkt nach meinen Beinen und fasst sie an. Ich fühle mich dadurch belästigt. Iieeh, das ist ja ekelig! Er muss das sein lassen! In diesem Moment erscheint zu meiner Überraschung genau der gleiche Mann, so wie er Jahre später aussieht. Er wirkt intelligenter und gepflegter, trägt einen dunklen Anzug. Aber auch er greift genauso direkt nach mir. Während ich noch überrascht bin, erscheint nochmals der gleiche Mann, wiederum viele Jahre älter und weiterentwickelter, was ihm auch äußerlich anzusehen ist, denn er ist noch gepflegter und eleganter. Er wirkt noch intellektueller. Auch er ist aufdringlich, was mich überrascht, weil ich das nicht erwartet hätte.

Ich soll ein Bett vom Exmann bekommen. Er zeigt mir ein Foto auf dem ein Schalensitz abgebildet ist. So soll auch mein Bett sein. Ich schaue mir das Foto an, das mich an Auto-Babyschalen erinnert. Die Frau seines Arbeitskollegen hat auch so eine. Vor mir steht ein Feldbett; ein hellgrau lackiertes, Krankenbett. Unter diesem Bett ziehe ich ein Notbett hervor. Es rutscht von alleine wieder zur Hälfte unter das Bett zurück. Das ist praktisch, wenn Thommy mal kommt. Wie beunruhigend, dass dieses Notbett immer wieder halb unter das Bett zurückrutscht. Ich schaue noch einmal das Foto von dem Schalenbett an und überlege, ob die harte Schale nicht an Kinn und Wangen drücken wird, wenn ich den Kopf zur Seite legen möchte. Darin könnte man sich auch nicht umdrehen, wegen der unnachgiebigen Form. Das ganze ist mir unbehaglich.

Ich befinde mich in einem Kaufhaus. Ich habe Klamotten gekauft. Nun habe ich ein Kartenlesegerät in den Händen und schiebe meine Karte durch den Schlitz. Oh Schreck, dann habe ich das eine Teil schon bezahlt und das andere nicht. Ich schiebe die Karte noch einmal in den Schlitz. So, nun ist alles bezahlt, was mich etwas beruhigt. Auf dem Display erscheint ein Endbetrag von knapp über zweihundert DM. Gut, das ist erledigt. Ich bekomme nun einen riesigen Schreck, denn mir fällt ein, dass ich meine Handtasche an dem Kleiderrondell dort hinten habe hängen lassen. Hoffentlich hängt sie noch dort. Ich befürchte, sie könnte schon längst verschwunden sein. Da beruhige ich mich und denke, dass sowieso kein Geld mehr in der Tasche sein wird, denn ich habe ja schon bezahlt. Es bleibt ein sehr ungutes Gefühl.

Ich stehe am Tresen eines Selbstbedienungsrestaurants. Die Bedienung, die das Essen ausgibt, steht etwas erhöht hinter dem Tresen. Ich will bezahlen. Sie arrangiert zwei Gemüsebratlinge und eine Beilage auf dem Teller. Sie entschuldigt sich bei mir, weil sie letztes Mal nicht die richtigen Beilagen auf den Teller gegeben hatte. Sie zeigt mir den Teller mit dem Hinweis, dass sie es dieses Mal richtig gemacht habe. Ja ja, das ist so okay. Ich finde das auch belanglos.

Nun bin ich in irgendeiner Wohnung in einem Kinderzimmer bei Thommy und Maike. Ich gehe aus dem Zimmer raus, weil es dort so beengt ist und ich Platz machen will. Ich gehe in den kleinen engen Flur hinaus. Dort zwänge ich mich an Jürgen vorbei, der störend im Gang steht….