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Auf- und Abwege

Traum vom 11. Oktober 2000

In einem Schulgebäude. Dort eile ich eine breite große Treppe hinauf. Mein früherer Deutschlehrer läuft links hinter mir auch schnell die Treppe rauf, aber ich bin etwas schneller als er, was ich sehr befriedigend finde. Ich genieße die Leichtigkeit, mit der ich die Treppen hinauf sause. Und ich freue mich, dass der Lehrer mich nicht einholen kann. Oben angekommen laufe ich ein Treppen hinab. Zuerst nehme ich eine Rolltreppe, auf der ich herunterlaufe. Dann kommen Treppen, die ich herunterlaufe. Freude und Glücksgefühl, während ich die Treppen hinauf und hinunter sause.

Ein großer Dampfer ankert im Meer. Die Rettungsboote springen alle vom Schiff hinunter auf das Meer. Was sollen sie auch tun? Es ist sowieso nichts mehr daran zu ändern. Das zehnte und letzte Boot springt nun herunter. Darin befindet sich eine Frau, die auch schon fast tot ist. Ihr kann man nicht mehr helfen. Ich schwimme in der Nähe der Boote. Das Wasser fühlt sich kühl und frisch an meinem Körper an. Die Frau ist fast tot, was kann man da noch tun? Hoffnungslose Lage…

Rudolpho und ich sitzen in einem Auto, er an meiner linken Seite, und wir warten, dass wir aussteigen können. Im Moment geht es nicht, weil zwei Personen vor unserem Auto stehen. Die beiden müssen erst einmal Platz machen. Von hinten links kommt eine Frau im Minirock mit einer tollen Figur an unserem Auto vorbei. Rudolpho hat sie wohl erblickt, denn er springt aus dem Auto, schnappt sich einen Einkaufswagen, drängelt sich rücksichtslos an den beiden Frauen vorbei und fährt einem Kind mit dem Einkaufswagen über die Zehen, so dass es Auaaah! schreit. Er ignoriert oder bemerkt das gar nicht und schiebt den Wagen hinter der hübschen Frau her. Ich versuche zu erkennen, ob er geil auf ihre nackten Beine blickt. Ich bin mir aber nicht sicher, dass es so ist.

… zwei Kassiererinnen hatten das Gleiche geschaffen, was ich bei dieser Kassiererin in einem kleinen Lädchen mit handgewebten Tischdecken sehe. Und zwar hat sie die Tastatur der Kasse mit einer rostbraunen Leinen- oder Baumwolldecke abgedeckt. Die Frau, die hinter der Tastatur sitzt, meint dass das wegen der Wespe so sein müsse. Die könnte sonst stechen. Ich wundere mich einen Moment, dass es überhaupt noch Wespen gibt, denn ich dachte, die Zeit wäre vorbei. Außerdem, so erklärt sie, wäre das gleichzeitig ein Schutz vor dem Alster oder der Limonade. Wenn irgendwas versehentlich verschüttet würde, wäre so nicht gleich die ganze Tastatur verklebt. Sie zeigt mir wie sie das Keyboard bedient. Flink rasen ihre Finger unter der Decke hin und her. Mmmmh ja, das geht so. Im gleichen Lädchen befindet sich noch eine Frau, die mich mit ihrem persönlichen Kram voll labert. Sie erwähnt den Namen Erika ganz selbstverständlich, so als müsste ich sie kennen und diese Erika auch. Nur, die kenne ich ja nicht persönlich. Die redende Frau hat blonde, etwa schulterlange Haare. Mir fällt auf, dass sie ganz dunkle Augenbrauen hat, die viel dunkler sind als ihre Haarfarbe. Ich überlege, ob das die Frau vom Italiener nebenan ist.

…ich sitze in einem Auto, das auf dem Seitenstreifen einer Nebenstraße in der Innenstadt parkt. Ich klettere nach hinten auf die Rückbank und ziehe meine Hose aus. Es gehen Passanten am Auto vorbei und schauen zu mir rein. Ich denke, die können sowieso nichts richtig erkennen und nicht sehen was ich mache, denn es ist leicht schummerig….

Ich fahre auf einem (Bahnhofs?)- Vorplatz mit dem Auto. Mir kommen grüppchenweise Menschen entgegen. Darf ich hier eigentlich fahren? Die Menschen schauen mich ganz merkwürdig an. Na ja, ich fahre ja auch auf der linken Seite, was nicht ganz richtig ist. Wie komme ich von hier in die Stadt? Ich hätte schon vorhin den vertrauten Weg nehmen sollen. …

Ich schaue aus dem Schlafzimmerfenster und sehe unten im Halbdunkel Cleo mit ihrem Fiat. Sie hat die Scheinwerfer eingeschaltet. Sie wollte zu uns, aber wir haben geschlafen. Sie setzt das Fahrzeug zurück. Ich versuche mich bemerkbar zu machen, was sie aber nicht mehr bemerkt. Sie fährt los. Ich laufe in mein Zimmer, schaue auf die Straße und winke ihr zu, damit sie bleibt, aber sie bemerkt es nicht oder sieht es nicht. Ich habe ein ungutes Gefühl.