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Der Landvermesser

Traum vom 29. Juni 2009

Der Landvermesser steigt zu einer Besprechung in ein Meer. Dieses Meer liegt drei Meter hoch. Zu den Seiten hin fällt das Meer so gerade wie eine Wand, was ich ziemlich erstaunlich finde, da keine Begrenzung zu sehen ist. Ich stehe in etwa dreißig Meter Entfernung, nahe einer Rampe, wie vor einem landwirtschaftlichen Handelsgebäude. Der Landvermesser unterhält sich also im wogenden Meer mit einigen anderen Männern. Selbstverständlich tragen alle Geschäftskleidung. Der Landvermesser schreibt eifrig mit. Ein Stift huscht flink über das Papier auf einem Klemmbrett. Alle Männer gehen mit dem Wasser auf und nieder. Sie lassen sich treiben, gehen deshalb nicht unter. Da kann man mal sehen… Viel anstrengender ist es, wenn man dem Rhythmus des Wassers nicht folgen mag. Oder nicht folgen kann, weil das Vertrauen fehlt, weil die Angst dazu verleitet, sich strampelnd und rudernd über Wasser zu halten. Die Männer im Meer sind in ihrem gewohnten Element und kennen sich deshalb aus. Nach einiger Zeit verlässt der Landvermesser das Meer, steigt an einer Holzwand hinab auf den Erdboden. Neugierig geworden, laufe ich zu dieser Holzwand und betrachte sie näher. Aha, es sind einige Vierkanthölzer montiert, die den Füßen Halt geben. Sie sind allerdings so schmal, dass noch nicht einmal die Zehenspitzen ausreichend Halt finden. So stelle ich fest, als ich barfuß hinauf klettere. Eigentlich hatte ich ganz hinauf steigen wollen, denn dort liegt allerhand Kram herum, das ich so nicht einordnen kann. Aber der Aufstieg ist mir zu unsicher, und der Ort dort oben gehört auch nicht zu meinem Bereich. Wieder unten angekommen, tritt der Hauswart des Landvermessers zu mir. Er stellt sich so nahe, dass sich unsere Körper deutlich berühren. Er ist sicher zwanzig Zentimeter größer als ich, blickt also auf mich herab und raunt mir mit anzüglicher Stimme zu: „Dem Landvermesser ist schon ganz warm geworden… … … Gehen Sie zu ihm! Er wartet schon…“ Na, also so etwas. Was redet er denn da. Das entbehrt doch jeglicher Grundlage!

Traumpfade: Beim Aufwachen und Traumerinnern weigerte ich mich aus unbestimmten Gründen, zu glauben, es handele sich bei der Traumgestalt um einen Landvermesser – mir kam eher der Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff in den Sinn. Doch eine neutrale Stimme ‘aus der Tiefe’ wiederholte beharrlich: „Landvermesser!“ Ursprung:

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