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Evil Woman

Traum vom 18. Dezember 2010

Ein würfelförmiger Raum, vermutlich von weiteren Räumen umschlossen. Zehn mal zehn Meter ohne Aussicht. In der Mitte der Zimmerdecke sind zwei Seile befestigt. Diese sind entweder elastisch oder sie habe eine Aufwicklung mit Rückzugautomatik, die in der Länge nach Bedarf anzieht oder nachgibt. Eine helle Frau und ich schwingen an je einem Seil herum; immer gegen den Uhrzeigersinn. Dabei nutzen wir den ganzen Raum, springen hoch, wirbeln uns, schwingen auf und nieder, rundum. Es macht einen solchen Spaß! In der Mitte des Raumes steht eine Präsentation: ein rundes Podest auf dem sich – nach oben hin stufenartig verjüngend – viele Geschenke stapeln. Die Präsentation reicht bis fast unter die Zimmerdecke. Das bedeutet, ich muss darauf achten, während des Seilspringens nichts davon umzureißen, oder mit den Beinen darin hängenzubleiben, denn das käme einer schlimmen Zerstörung gleich. An einer Stelle ist es immer ganz besonders eng und ich muss mich der Länge nach waagerecht ausstrecken, um direkt unter der Zimmerdecke entlang zu gleiten. Die andere Frau und ich kommen uns immer wieder nahe, manchmal berühren sich fast unsere Nasenspitzen. Sie schaut mir dabei immer in die Augen, ohne das Gesicht auch nur irgendwie zu verziehen. Dass die Frau das kreideweiße Gesicht einer Untoten hat, und mir mit dem ungerührten Interesse eines Zombies in die Augen schaut, entgeht meinem Bewusstsein. In mir ist so viel überbordende Freude an dieser kraftvoll-spielerischen Bewegung, dass ich diese Freude auch auf sie projiziere und deshalb gar nicht auf ihren Gesichtsausdruck achte. Juchei! Wir driften auseinander, nehmen Raum, kommen wieder zusammen und immer weiter links herum. Ja, es ist auch anstrengend. Und erst als ich sehe, dass die ganze Sache einen Haken hat, wundere ich mich auch etwas über mich, dass ich so viel Freude daran hatte, obwohl ich in meiner Bewegung durch die zentrale Präsentation sehr behindert wurde. Eine wirkliche Entfaltung war ja doch nicht möglich. Ich öffne meine linke Hand und blicke auf den durchgebrochenen Haken … Die helle Frau kann weitermachen, denn sie ist ganz leicht. Doch ich bin so schwer, dass sogar der Haken auseinander brach. Das heißt, es ist sinnlos, wollte ich einen neuen Versuch starten – das Vergnügen ist für mich vorbei.