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Galliges Ejakulat

Traum vom 19. Dezember 2010

Zu Fuß in einer etwas sonderbar anmutenden Stadt unterwegs. Links neben dem Gehsteig steht eine gut drei Meter hohe Konstruktion: ein riesiger Zwerg aus rostigen Metallplatten; vor allem seine Zipfelmütze ist stark von Rost überzogen. In seinem Kopf oder Herzen – ich kann es nicht sicher unterscheiden – ist eine Kuckucksuhr mit archaischem Ziffernblatt eingebaut. Beeindruckend, der Anblick berührt tief. Arbeiter machen sich daran zu schaffen, wollen es abbauen. Es war wohl eigens für eine Open-Air-Galerie aufgebaut worden. Dennoch wundert mich, dass man es abreißen will – es ist so grandios, so wunderbar skurril und sehenswert! Ich kann es mir nicht anders vorstellen, als es zu erhalten. Nach nur wenigen Schritten fällt hinter mir die Konstruktion. Noch während ich denke: ‘Na, dann haben sie es doch gemacht / geschafft’ sehe ich bestürzt, dass der ganze Aufbau in das angrenzende Landhaus fällt, das Dach und die seitlichen Mauern einstürzen lässt. Ein Mann, der wohl schon länger auf seine Chance wartete und diese nun gekommen sieht, flitzt schnell und nahezu unbeobachtet durch die offene Eingangstür ins einstürzende Gebäude. Kurz bemerke ich die eingedeckten Tische mit auf ihrer Öffnung stehenden Weingläsern, Servietten, … — Ein Wahnsinniger! Schon ist er im Dunkel verschwunden, um das Einstürzende noch rasch auszubeuten. Ziemlich bekloppt unter diesen riskanten Umständen. Ich halte inne, werde ihm nicht folgen um ihn zu beobachten.
Oh nein! Meine Tochter und ihre iranische Freundin laufen dem Fremden nach, wollen wohl auch auf „Schatzsuche“ gehen. Ein greller Ruf entweicht meiner Kehle: „Kinder! Nein!! Bleibt hier!!“ Doch sie hören nicht auf mich und sind schon im Landhaus. Ich renne ihnen nach, hole sie ein, packe sie am Schlafittchen, ziehe sie hinaus und greife dabei – ich kann es selbst kaum glauben – drei Schnapsgläschen mit Stiel und stehe schon im Freien. Da stehe ich mit den gestohlenen Gläsern … will sie nicht wirklich, aber – so überlege ich verzweifelt – was soll ich tun? Sie sind für die Kinder und sollen eine kleine Entschädigung dafür sein, dass ich sie von einer aufregenden Entdeckungstour abhielt. Ganz egal, ob ich die Gläser behalte, den Kindern gebe oder sie schnell zurückbringe, es ist so oder so verkehrt.

Dann laufe ich, wieder allein, in das nächste Gebäude. Eine große Empfangshalle. Viele Geschäftsleute, ein großer Konferenztisch in glänzendem Schwarz. Ein großes Treffen findet statt. Einige Geschäftsmänner vertreten sich ungeduldig die Füße. Da ist auch dieser Manager … allein sein distanzierter Anblick löst ein Widerstreben in mir aus. Er wirkt kühl und ungerührt. Mich hat er bisher übersehen. Doch ich habe einen Auftrag: Informationen einholen. Und ich weiß plötzlich: dieser Manager könnte mir diese sicherlich geben.

Wenige Minuten später kniet er vor einem dieser Polstersessel aus schwarzem Leder. Den Oberkörper legt er auf das lose Sitzpolster. Ich folge ihm, knie mich hinter ihm zwischen seinen Waden, lehne mich an seinen Rücken, lege mein Kinn auf seine linke Schulter. Mir ist – ohne dass ich darüber nachdenken müsste – ganz klar, warum er hier kniet. Meine rechte Hand gleitet unter sein Oberteil, den Bauch hinab. Immer wärmer die Haut; behaart und dann fasse ich seinen festen Schaft. Befühle mit den Fingerspitzen die Eichel und streife weiter nach unten. Das lässt sich gut an; obwohl ich ihn sicherlich mit meiner Annäherung überraschte, so reicht die bereits vorhandene Erregung aus, dass er sich trotz des Überraschungsangriffes gar nicht zu entziehen versucht. Ich muss ihn zum Abspritzen bringen, um an die Information zu kommen. Zumindest läuft das so in diesen Filmen. In Spionagefilmen oder so. Echt verblüffend, dass es sogar mir gelingt – zumindest bis hierher. Seine Latte schwillt immer weiter an, wird immer härter … in mir reifen Skrupel heran, sie dröhnen geradezu in den Ohren. Ich überlege, mein Vorhaben aufzugeben. Doch da stehen mir ein Mann und eine Frau zur Seite – sie links, er rechts: so stehen sie mir bei und dadurch entsteht der Eindruck, es sei völlig in Ordnung, was ich hier mache. So bekomme ich Lust, die Sache fortzusetzen. Der Schwanz ist längst bis hinauf zu meinem Mund gewachsen, schlängelt sich zwischen meine Lippen. Der Mann stöhnt tief und da ergießt sich sein gallegelbes Ejakulat in meinen Mund, schießt darüber hinaus in mein Gesicht und die Haare. Es schmeckt sehr bitter, deshalb lasse ich einen großen Teil wieder heraus fließen. Ich bin erleichtert und erstaunt, dass ich die gewünschte Information tatsächlich erhalten habe. Es war das erste Mal, das ich das versucht habe und hätte insgeheim kaum geglaubt, dass es funktioniert.
Was aber bleibt und nachklingt: dieser leicht bittere Nachgeschmack.