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Goldgeister

Traum vom 19. Juni 2009

Mike ist ein Seefahrer. Mit einem großen Feuer-Schiff, dessen Rumpf schwarz wie Verbranntes ist, geht er mal wieder auf große Fahrt. Dieses Mal nimmt er Moina mit. Leider kann ich nicht mit auf die Reise gehen. So hänge ich von außen an der Reling und schaue auf das Deck, um mich zu vergewissern, dass es beiden gut geht. Mike, rußverschmiert und schwitzend, schaufelt kraftvoll Kohle oder Holzscheite in den großen Ofen; wie bei einer Dampflok. Dann wendet er das Schiff, um die Amsterdamer Gracht entlang in Richtung Meer zu fahren. Das Wendemanöver ist nicht so einfach. Ich hänge vorn am Bug – wie am Rand eines großen Eisenkessels, mehr über Land als über Wasser und habe kurz leise Bedenken, ob die Wende gelingen wird. Doch Mike ist geübt und bald ist es vollbracht. Moina sitzt währenddessen still da und schaut mit großem Interesse zu. Nachtdunkel wölbt sich die Himmelskuppel über das Meer, das in sonderbar goldenem Sonnenschein liegt. An der afrikanischen Küste gehen wir vor Anker. Weiter Strand, sanfter Übergang ins Meer. Barfuß, mit hochgekrempelten Hosenbeinen, stapfe ich durch den feuchten Sand, ganz nah am Meeressaum. Das Wasser brandet sanft und verhalten glucksend. Es lässt sich kaum ein Fuß vor den anderen setzen, so dicht ist der Untergrund mit exotischen Meerestieren besiedelt. Vor allem eine Art von Krustentier, dessen Umrisse an eine große Kopflaus denken lassen, kommt mir mehrfach vor die Füße. Das Tier könnte vielleicht schmerzhaft zwicken? Ich vermeide den Kontakt. Bald gebe ich die Hoffnung auf, dass es nur an dieser Stelle so voller beunruhigender Viecher ist. So klettere ich die Schiffswand hinauf, blicke über die Reling und berichte Mike vom Zustand des Strandes. Daraufhin schaut er es sich an und meint: „Da krabbelt zu viel rum, um hier ein paar erholsame Stunden zu verbringen. Suchen wir uns einen anderen Platz.“ Gut, dass wir uns da einig sind.

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