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Kinderlähmung

Traum vom 19. Juni 2009

Eine unbestimmte Frau und ich unterhalten uns. Dass noch eine weitere Person den Raum betritt, bemerke ich erst, als diese zwei Schritt von mir entfernt steht und mich anschaut. Das ist ja… Ich bin baff. Es ist meine Tante, die ich seit ihrem Tod, vor vielen Jahren, nicht mehr sah! Sie schaut mich liebevoll an, wie eine Freundin. Sie sieht gesund aus, wenngleich die Folgen der Kinderlähmung auch jetzt noch zu sehen sind. Ihre Zähne sind breitflächiger und kräftiger, als ich sie in Erinnerung habe. Sie strahlt mich an, und mein Blick bleibt an ihren Zähnen hängen. Mehr noch aber überwältigt mich Wiedersehensfreude und ein ganz eigenartiges Bedürfnis nach ihrer Nähe. Mein Rumpf ist erfüllt vom unausgesprochenen Ausruf „Tante Anna…“, den ich nicht auszusprechen wage, weil ich mich etwas dafür schäme, mich so tief bewegt über ihren Besuch zu freuen. Der Wunsch ihr nah zu sein ist stark und fast fliege ich auf sie zu, schließe sie fest in meine Arme und wiege sie selig. Es ist unbeschreiblich wohltuend, ihr so nah zu sein.

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