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Beschnittene Stellplätze für Kellerbüros

Traum vom 2. Januar 2011
[August]

Zu dem Zeitpunkt, als ich meine Sachen packen will – es geht wohl um das Ende einer Arbeitsbeziehung – trifft der smarte Geschäftsführer, nämlich mein Vermieter, ein und verkündet, er habe sich nun doch dazu entschlossen, sämtliche Wohnungen im Haus von Grund auf zu sanieren. Ich hatte mich ja schon darauf gefreut eine hübsche Abdeckung aus weißem Frottee für meine Waschmaschine zu bekommen, bin aber gerne bereit, einen Tag hier im Haus zu verbringen, damit die Handwerker offene Türen vorfinden. Dadurch könnte man nicht unerhebliche Kosten einsparen.

Nun geht es darum, die anderen Bewohner zu informieren. Zwar ist heute Sonntag, aber eine private Aktion ist natürlich trotzdem drin. In Begleitung zweier (unbekannter) Mitbewohner mache ich mich auf den Weg hinüber zu einer anderen hübschen Wohnsiedlung in Sichtweite. Der Weg verläuft entlang einer breiten Hauptverkehrsstraße, auf der uns Scharen von Fußgängern und Rollstuhlfahrern entgegen kommen – es handelt sich wohl um eine vergnügliche Parade. Einer der Rollstuhlfahrer winkt voller Freude, als er mich sieht. Dankbar erinnert er sich daran, dass ich ihm vor Wochen ganz spontan zur Hilfe gekommen war: das Polster seiner Armlehne am Rollstuhl war völlig abgewetzt und ich reparierte die Stelle sauber mit haltbarem Klebeband.

Bald darauf erreichen wir das Gelände der Wohnsiedlung. Eine der Frauen, die mit mir geht, wohnt hier und macht uns seufzend auf drei nebeneinander liegende Parkplätze aufmerksam: „Die drei Parkplätze sind wirklich ziemlich knapp bemessen, aber … naja, Kellerwohnung!“ Kellerwohnung – nun, was will man da auch groß parken? Der Platz ist dennoch gut für die Stellplätze genutzt, auch wenn diese etwas kleiner ausfallen.

Wir betreten die Wohneinheit von der der Straße abgewandten Seite. Im Treppenhaus hallen Stimmen wider. Es sind geschäftige Menschen unterwegs. Eine der Sekretärinnen trägt einen blauen Wäschekorb, der mit Kaffee und Geschirr gefüllt ist und trägt alles hinab in den Keller, der hell erleuchtet und freundlich eingerichtet ist. Dort unten liegen die Büroräume. Ach so… Verstehe! Die Büroräume sind im Keller untergebracht! Das wirft natürlich noch mal ein ganz anderes Licht auf die Größe der dazugehörigen Parkplätze: für Kellerbüros sollten die ja wohl ausreichen. Bis eben von Unternehmungslust erfüllt, gesellt sich eine etwas unangenehme Unruhe hinzu. So langsam könnte es mit der Renovierung losgehen.