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Gedächtnislücke

Traum vom 16. Juni 2009

Inzwischen warte ich ungeduldig auf das Eintreffen der Polizei. Weit und breit nichts von einem Polizeifahrzeug oder einem Beamten zu sehen. Das dauert vielleicht! Um mir die Zeit zu vertreiben, schiebe ich mein Rad zurück in die Bahnhofshalle. Fast wäre ich aufgestiegen und losgeradelt, zögere dann aber, weil ich nicht sicher bin, ob das hier erlaubt ist. Vielleicht Schritttempo? Aah, das ist doch… das ist doch ein Polizist, der sich da aus der Menschenmenge schält?! Ein Polizist, auf seinem Dienstmoped unterwegs. Ich gehe direkt auf ihn zu: „Hallo? … Hallo!! Können Sie mir bitte helfen?!“
Er wirkt widerwillig und ich befürchte, er könne mich einfach so stehen lassen, so als habe er mich nicht gehört. Schnell erkläre ich: „Ich habe die Polizei gerufen! Bis jetzt ist noch niemand gekommen. Ich habe nämlich kein Auto mehr!“
Gerade letzter Satz sollte ihm doch deutlich machen, dass ich dringend Hilfe benötige. Doch er sieht immer noch nicht so aus, als wolle er sich darum kümmern. So setze ich nach: „Man (irgendwelche Rowdys waren mir wie eine Walze entgegen gekommen) hat mir hier am Bahnhof das Auto weggenommen! Ja, und nun bin ich hier mit dem Rad unterwegs und… und… und… äh…“
Wie war das denn noch mal? Unglaublich, mir will partout nicht einfallen, wie das Ereignis konkret abgelaufen ist. So was Dummes, ich mache mich ja völlig unglaubwürdig. Also versuche ich es anders: „Wissen Sie, wir sind hier ja in Frankreich, aber wir wohnen in Deutschland.“
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir aus Frankfurt kommen? Aber ach, als der Polizist ‘Deutschland’ hört, verdreht er entnervt die Augen. So als wolle er sagen, dass die Deutschen eh nicht ganz dicht sind – warum sich von einer Deutschen die wertvolle Zeit stehlen lassen. Ungeduldig fordert er mich auf, jetzt doch mal ganz genau zu schildern, was vorgefallen ist. Nur das kann ich ja gerade nicht erinnern – komplett alles vergessen. So ein Mist, so was!

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