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Dachluke in schwarzem Schlafzimmer

Traum vom 7. Januar 2011

Ein schwarzes Schlafzimmer, das es nicht mehr gibt. Wie von Zauberhand wurde die wenige Unordnung beseitigt und alles lose Herumliegende in verschiedenfarbige Fotokästchen (überwiegend warme Farben) verpackt und ordentlich auf dem Boden gestapelt. Ein erfreulicher Anblick, der den Impuls auslöst, an das Fenster zu treten, ohne dass ich diesen wahrnähme. Ich schaue unbewusst hinaus: schwarze Nacht, auf der Fensterscheibe spiegelt sich ein bisschen Licht und lässt das Schwarz trüb erscheinen. Ich wende mich nach innen.

Später – längst sind vertraute Personen eingetroffen; zu einem Besuch vielleicht – fällt mir etwas ein und ich renne in das Schlafzimmer zurück. Die Dachluke – bis zu diesem Augenblick gab es diese nicht, doch mir ist, als sei ihr Vorhandensein selbstverständlich – ist ein offenes Quadrat, das einlädt auf dem Dachboden nach dem Rechten zu sehen. Ich setze eine Kiste, einen Hocker und ein Kindertischchen zu einem wackeligen Turm. Während ich hinaufklettere, wird mir vage bewusst, dass ich noch in Unterwäsche herumturne – dieses typische Gefühl, wie ich es mein Leben lang schon habe, wenn ich in Shirt rumlaufe und dabei immer zu eindringlich meine Schenkel spüre. Nun stehe ich oben auf dem Kindertisch, halte mich, gestreckt, auf den Unterarmen auf dem Rahmen der Dachluke gestützt. Das Problem: um den Dachboden zu besteigen, müsste ich mich hochstemmen, kann aber wegen des wackeligen Unterbaus keinen kraftvolle Absprung machen. Sollte mein erster Versuch nicht gelingen, dabei die Konstruktion zusammenbrechen, dann hinge ich da in unbekleidetem Zustand, wobei das Schlimmere wohl wäre, wenn der Tisch, der eine so zerbrechliche Platte hat – ein paar krustige Krümel liegen drauf und ich fege sie mit Gedanken fort – unter mir wegrutschte. Das ist eine saublöde Situation – zu gerne würde ich diese Sache erledigen, aber wage den entscheidenden Sprung nicht. Hätte ich mir doch einfach keine Gedanken über alles gemacht!

Später, und vielleicht in einem schon anderen Traum: eine Vielzahl von Fotokalendern. Ein schöner Holzstempel mit unbekanntem Motiv im elterlichen Schlafzimmer, das in das Kinderzimmer verlegt wurde. Krümel.

Traumpfad: Es hat ja auch abends und in der Nacht mächtig auf dem Dach gerumpelt. Tauwetter.