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Pada Hasthasana

Traum vom 11. Januar 2011

Zurückversetzt in den Flur meiner frühen Kindheit – ohne dass mir dies bewusst wäre. Ich stehe zwischen der Treppe zur linken und dem Spiegel mit dem 60er Jahre Garderobentischchen zur rechten Seite. Doch meine Umgebung ist ohne Belang, ich bin ganz verinnerlicht. Atme tief ein und mit dem langsamen Ausatmen beuge ich meinen Oberkörper langsam nach vorn, bis die Handflächen neben den Füßen aufliegen. Meine Stirn berührt die Schienbeine, ich schiebe mein Gesicht zwischen die Knie, genieße das Gefühl der immer weiter nachgebenden weichen Dehnung. Ganz nah bei meinen Füßen mit dem Blick sehe ich meine alten Yoga-Schuhe – eigentlich zum ersten Male überhaupt – aus schwarzem Wildleder mit einem breiten Riemen über dem Spann und fester Sohle. Ganz ausgeblichen das Schwarz. So gut der Anblick, so … bei mir. Ein wunderbares Gefühl, meinen Körper in seiner selbstverständlichen Biegsamkeit zu spüren. Etwas wundere ich mich darüber, dass es so leicht und ohne Übung gelingt. Die Ausführung ist– und das ist unglaublich – perfekt und mein Rückgrat fühlt sich herrlich geschmeidig an. Wilma tritt aus der alten Küche hinzu, doch statt sich mit mir zu freuen oder meinem Bewegungsspielraum schwesterliche Anerkennung zu zollen, geht sie gleichgültig an mir vorbei, rempelt mich fast um, ohne ein Wort zu sagen. Es ist nicht schlimm, aber mir vergeht die Lust, meine Aufmerksamkeit auf sie zu richten, obwohl es jetzt angebracht wäre. Ich richte meine Absicht also zurück zur Dehnung und spüre die damit einhergehende Freude wieder anwachsen.

Pada Hasthasana

Pada Hasthasana

Traumpfad:
Das ist genau die richtige Haltung zum Tiefstapeln – perfekt!! :-)

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