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Tränenüberströmter Inder

Traum vom 14. Juni 2009

Kleines Parkhaus. Ich kurve im Schritttempo auf der dritten Parkebene umher, auf der Suche nach einem Stellplatz. Derer sind noch einige frei, jedoch sind sie so ungünstig anzusteuern und ich bin etwas zu bequem, um den Wagen zwischendrin einmal zurückzusetzen. Mit einem Schwung kommt man nicht rein, entweder wegen der Säulen oder einem dieser immer wieder auftauchenden Treppenschächte, die hinunter führen.

Bei der zweiten Runde komme ich erneut an dem lila Fahrzeug vorbei, das auf dem ersten Blick den Eindruck macht, schlecht eingeparkt worden zu sein, so weit steht es über die Markierungen hinweg. Doch nun sehe ich es zum ersten Mal von der Seite und bemerke, dass ¾ seiner Länge total zusammengestaucht sind. Betroffen überlege ich, dass ein schlimmer Unfall stattgefunden haben muss.

Ein weiteres Fahrzeug fährt ein. Ein Inder mit weißem Turban sitzt am Steuer. Sein Gesicht ist tränenüberströmt, von Verzweiflung und einem entsetzlichen Schmerz gezeichnet. Vor wenigen Stunden verlor er vier Familienangehörige. Alles junge Menschen – die Insassen des lila Unfallfahrzeug. Sein Anblick lässt mich seinen unbeschreiblichen Schmerz mitfühlen, am Grauen des Unglücks teilhaben. Es legt sich bedrückend über mich… Keinesfalls möchte ich den Inder nun noch mit meiner Fahrweise behindern. Aus diesem Grund kann ich den gerade anvisierten Parkplatz nicht anfahren, da ich weit ausholen müsste, um den Treppenschacht zu umfahren.

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