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Wie im Taubenschlag

Traum vom 13. Juni 2009

Am Abend, kurz bevor alles und alle zur Ruhe kommen. Mike und ich stehen in einem leeren Raum. Mit den Rücken zur Wand. Links eine geschlossene Tür. Über dieser Tür eine kleine quadratische Öffnung in der Wand. Ein kleiner Vogel landet dort, schaut kurz in den Raum und fliegt dann los; hinüber zur gegenüber liegenden Wand, wo es einen Durchbruch in ein dunkles Hinterzimmer gibt. In schneller Folge landen nun unterschiedliche Vögel in dieser kleinen Öffnung über der Tür und fliegen dann hinüber in das Hinterzimmer. Teils sind es ganz kleine Vögel, vielleicht Spatzen. Dann und wann ist ein großer Vogel dazwischen, der von der Statur her eine Elster sein könnte. Sein dunkles Gefieder zeigt jedoch Streifen in blauschillerndem Grün und perlmuttschimmerndem Weiß. Diese etwas größere Vogelart zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Irgendwann sind alle Vögel in der hinteren Dunkelkammer angekommen und ich denke, nun steht der Nachtruhe nicht mehr viel im Weg.

Am nächsten Morgen. Ich erinnere mich an die Vögel, die nach hinten geflogen waren, und eile hinaus in die Tiefgarage, dort wo Mike unser Auto geparkt hat. Die Vögel waren ja gestern Abend alle in den Kofferraum des Fahrzeugs geflogen, haben vermutlich inzwischen längst den Weg ins Wageninnere gefunden. Ich sage zu Mike: „Die Vögel müssen so schnell wie möglich da raus! Die kacken uns sonst die Sitze voll. Nicht auszudenken, bei dieser Anzahl Vögel!“ Doch Mike sieht da keine dringende Notwendigkeit. Als ich vor dem Auto stehe, bemerke ich die spaltbreit herabgelassene Fensterscheibe an der Fahrerseite. Das hatte Mike extra so gemacht, um den Vögeln einen Weg nach draußen zu bieten. Meines Erachtens ist die Öffnung viel zu schmal, um für die Vögel einen Weg oder gar eine Verlockung darzustellen. Zum Fliegen braucht es mehr Platz.

Mike steht neben mir. Der Tag erwacht langsam. Links von uns, auf einer etwas tieferen Ebene, parkt ein Auto, dessen Windschutzscheibe von innen mit zwei Zeitungen abgedeckt ist. Jetzt kommt es im Wageninnern zu Bewegungen. Zwei Niederländer haben die Nacht in dem Auto verbracht, auf den Vordersitzen geschlafen. Nur recken und strecken sie sich, schieben dadurch die Windschutzscheibe frei, und freuen sich auf einen Kaffee. Einer, wenn nicht sogar beide Männer sind Agoraphobiker. Ihnen geht es richtig gut.

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