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Sondermünzen in Herzform

Traum vom 11. Juni 2009

Im Schlafzimmer. Als ich zu mir komme, hat mein alter Worpsweder Hausarzt die Untersuchungen abgeschlossen, die aufgrund eines Notfalles an mir vorgenommen werden mussten. Inzwischen sitzt er also auf dem alten Sofa, erledigt ein paar Formalitäten und packt schließlich seinen Arztkoffer. Er wirkt lustlos und durch seinen 2-Tage-Bart etwas müde. Ich finde es total nett, dass er wegen dieses Notfalls extra von Worpswede nach Frankfurt gekommen ist! Begeistert und froh frage ich ihn: „Sie erinnern sich, dass ich damals (vor etwa 20 Jahren) mit meinem inzwischen erwachsenen Sohn ähnliche Probleme hatte!?“ Anscheinend hatte ich damals eine ähnliche Erkrankung. Wie auch immer… Außer einem unwilligen und ansonsten unbeteiligten Knurren kommt keine Antwort. Naja, ist ja klar, dass er sich nicht an alles erinnern kann. Dennoch enttäuscht mich seine gleichgültige und distanzierte Reaktion, da er sich damals stets von seiner fürsorglichen Seite zeigte, wenn ich in seiner Sprechstunde war.

Standpunktwechsel. Im Schlafzimmer, nahe der Zimmertür, steht ein quadratischer Tisch. Vor diesem stehe ich mit dem Rücken zur Zimmertür. Rechts von mir sitzt Mike am Tisch. Mir gegenüber hockt der Arzt. Auf dem Tisch ist reichlich Münzgeld ausgebreitet. Normalerweise kostet eine Notfallbehandlung nichts, aber wir möchten uns dem Arzt gegenüber mit etwas Trinkgeld für seine Mühe erkenntlich zeigen. Wir denken dabei an einen Betrag zwischen zwei und acht Euro. So suchen wir 2-Euro-Münzen, derer sich erstaunlich viele zwischen den ganzen Münzen finden. Der Arzt sucht inzwischen auch und klaubt sich jedes 2-Euro-Stück raus. Hmmm… so war das eigentlich nicht gedacht! Ich schätze, inzwischen hat er sich Münzen im Wert von gut 50 Euro herausgesucht – deutlich mehr, als wir geplant hatten.

Oh hey!! Was hat er da denn für eine Sondermünze gefunden?! Die ist ja echt besonders. Ich nehme ihm diese aus der Hand, um sie genauer zu betrachten. Eine 2-Euro-Münze in Herzform! Etwa zehn Zentimeter im Durchmesser, der Außenrand mit kleinen roten Seidenröschen gerahmt; in der Mitte ein Foto von Liebenden in Hochzeitskleidung, die sich glücklich in die Augen schauen und sich gegenseitig den Ehering anstecken. Das ganz Arrangement ist mit einer dicken Glasschicht übergossen und so haltbar gemacht. Mir gefallen die kräftigen Farben – Rot, Schwarz, Weiß. Eine echte Überraschung, denn ich wusste noch nichts davon, dass es solche ungewöhnlichen Sondermünzen gibt.

Dem Arzt erkläre ich nun, dass ich ihm diese Sondermünze natürlich nicht überlassen kann. Das akzeptiert er ohne Murren. Einige Minuten lang fühle ich mich habgierig, aber das Geld gehörte ja Mike und mir. Wir hatten diese Sondermünze halt nur noch nicht entdeckt. Mike reicht mir inzwischen eine zweite Sondermünze, die ich allerdings schon kenne. Sie hat die gleiche Größe und Herzform wie die Hochzeitsmünze, ist allerdings mit olivgrünen und mattgelben Seidenblümchen unter der Glasschicht bestückt. Ungewöhnlich ist diese Münze wohl auch, aber in der Ausführung dann doch alltäglicher. Soweit mir bekannt ist, werden solche Sondermünzen nur ganz selten in Verkehr gebracht.

Der Hausarzt sucht sich mittlerweile immer noch mehr 2-Euro-Münzen heraus. Ein barsches und entschlossenes „ES REICHT!!“ liegt mir auf der Zunge, doch ich denke, das lässt sich auch eleganter vermitteln. So, in wenigen Minuten wird sich der Arzt verabschieden. Aus diesem Grund laufe ich aus dem Haus, und hinüber in das 100m entfernte BlogBlockhäuschen, das am Rande eines großen Waldgebietes steht. Das Häuschen beherbergt eine Sauna mit Bad und Schlafgelegenheit.

Da der Hausarzt und ich uns zum Abschied umarmen werden, möchte ich frische Kleidung anziehen, damit ich auch wirklich gut rieche! Ich ziehe mich aus, nehme den Morgenmantel, der an der Innenseite der Hüttentür hängt, aber der sieht einfach total abgetragen aus. Das geht nicht. Ich drehe mich um. Auf dem Bett liegt ein Kimono aus nachtblauem Satin mit mattgelbem Paisleymuster. Frisch gewaschen und ordentlich. Aber nee… dieser kühle, glatte Stoff, womöglich aus Kunstfaser… das fühlt sich vielleicht nicht gut in seinen Händen an. Hmm… Inzwischen kommt Mike und sagt, ich solle mich beeilen, mich endlich anziehen, sonst sei ich noch nackt, wenn der Arzt eintrete. Okay, da liegt ja noch ein hell gestreifter Jersey-Pyjama auf dem Bett. Schnell steige ich rein. Doch Mike schnuppert und verzieht das Gesicht: „Nein, das müffelt!“
Ach du liebe Zeit! Langsam drängt es! Ich nehme zudem wahr, dass der Arzt nahe der Hütte umher läuft; leicht vorgebeugt den Waldboden beschnüffelnd wie ein Hund, der eine Fährte sucht.

Was soll ich nur anziehen? Keinesfalls will ich stinken, wenn wir uns umarmen.

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