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Barbusig

Traum vom 21. Januar 2011

Es klingelt an der Wohnungstür. Die Wohnung ist mir nicht vertraut, auch liegt sie an einem anderen Ort. Doch ich weiß, wer klingelt. Moinas iranische Freundin wird von ihrem Vater gebracht. Sie wird bei uns übernachten. Erst als ich in freudiger Erwartung die Tür öffne, erinnere ich mich daran, dass ich mit nacktem Oberkörper herumlaufe. Zwar hebe ich rasch die Arme vor die Brust, doch ist es dem Vater gegenüber sehr unhöflich. Ich grüße freundlich, tänzele dabei rasch aus seinem Blickfeld, doch er hat es natürlich gleich bemerkt, schaut wie erstarrt durch mich hindurch und gibt der Wohnungstür einen sanften Stoß, so dass sie gleich ins Schloss fällt. Wie unangenehm. Alles. Und auch wenn es verständlich ist: es schmerzt, wenn einem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird. Etwas verzweifelt überlege ich, dass – gäbe man mir nur Gelegenheit, es zu erklären! – verständlicher wäre, warum es mir seit der Brust-OP ein solch großes Bedürfnis ist, auf einengende Oberbekleidung zu verzichten. Jegliche Kleidung ist so lästig, dass ich daran verzweifele, muss ich sie tragen. Aber mich fragt ja niemand. Es macht mich traurig.

2 Antworten zu Barbusig

  1. Und ich kenne jede Menge Männer, die gerne ohne Oberbekleidung die Tür auf machen, was niemanden stört. Ich fand das auch ohne Brust-OP irgendwie immer ungerecht.

  2. Echt? Sag, wo muss ich klingeln? ;-)