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In der Schwebe

Traum vom 23. Januar 2011

Im Ex-Flur. Nanu, was bin ich hier? Einige Fremde stehen herum, stehen fast unbewegt auf der Stelle und warten, spüren nach, horchen. Wir alle sind aus dem gleichen Grund hier, auch wenn ich diesen nicht kenne. Da es mir ein Bedürfnis ist, dem ich dringend nachgeben will, lege ich mich auf dem Rücken in die Luft. Anfangs befürchte ich, mit den Armen Flugbewegungen machen zu müssten, merke aber sofort, dass es reicht, bestimmte Muskeln aktiv an- und wieder zu entspannen. So kann ich in der Luft liegen, in beliebiger Höhe – natürlich von der Zimmerdecke begrenzt. Ich probiere auch Seitenlagen. Super, wie gemütlich. Ich schwebe hinauf bis zur Decke. Hm, gut. Dann lasse ich mich fallen, lasse mich erst kurz über dem Fußboden wie von einem Luftpolster sanft abfangen. Hm, echt schön. Allerdings behindern die Fremden etwas; ich muss ständig darauf achten, dass meine Beine niemanden treffen. Die Fremden grübeln, beratschlagen sich, überlegen, wie man es mir gleichtun könnte. Aber sie wissen sich keinen Rat, wie es anzugehen wäre. Ihre Hilflosigkeit, ihr fehlendes Know-how lösen Unwohlsein in mir aus. Ja, sie sind wie ich – hilflos, und sie peilen nichts. Sie stehen mir im Weg. So, wie ich mir selbst im Weg stehe.

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