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Verbindungsabbruch

Traum vom 26. Januar 2011

Auf den Wegen eines Burgplatzes hoch über der Stadt. Nach links ein weiter Ausblick dorthin. Doch erstens liegt alles im Dunst, zweitens telefoniere ich, und so schaue ich gar nicht hin. Der Mann am anderen Ende: älteres Semester, wohlmeinend, irgendwie mag ich ihn, obwohl ich gar nicht weiß, ob ich ihn kenne. Nachdem er gehört hat, dass ich zum Inlineskaten in die Burggärten aufgebrochen bin, musste er mich gleich anrufen. Begeistert berichtet er, dass auch er hier zum Inlineskaten herkomme und er habe sogar Zugang zu einem Garten bekommen, in dem es so richtig bergab geht! Und: vielleicht könne auch ich mir den Schlüssel besorgen?! Ich habe den Garten vor Augen: eine aus roten Steinen gemauerte Halfpipe, schön glatt betonierte Oberfläche. Nö, nicht so mein Ding. Ich stehe ja mehr auf Tempo, denn auf Kunststückchen. Das würde ich den freundlichen Mann am anderen Ende gerne wissen lassen, aber ich höre seine Stimme nicht mehr. Nur ein typisches Rauschen in der Leitung lässt vermuten, dass er noch da ist. Und nicht nur das, womöglich versteht er jedes Wort von mir! Ich höre ihn allerdings nicht mehr. Die Zeit vergeht, entweder sagt er nichts oder die Verbindung ist gestört oder unterbrochen. Mich beschleicht ein zunehmendes Unwohlsein angesichts dieses Ungleichgewichts. Die Ungewissheit – nicht zu wissen, was eigentlich los ist – bereitet zunehmend Druck und ich werde, um das blöde Gefühl loszuwerden, die Verbindung gleich beenden.  Noch einmal lauschen … ich will nicht voreilig sein, aber vergeblich warten will ich auch nicht.