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Traumskizze in grüner Pastellkreide

Traum vom 30. Januar 2011

Im Halbdunkel trete ich an die Ablage und beginne mit einem rundlichen Schwamm einen Traumskizze zu zeichnen. Inzwischen hatte ich einige Träume und es ist wohl sinnvoll, ich lege eine kleine Skizze an, um nachher alles besser erinnern zu können. Der Schwamm hinterlässt eine breite Spur grasgrüner Pastellkreidewolken. Wie praktisch, dass er ohne meine Dazutun Farbe abgibt. Unten rechts begonnen, ziehe ich die Spur bis zur oberen Blattkante und dann hinüber nach links. Kurz vor Erreichen der linken Seite halte ich inne … da war doch was? Ja genau, da war noch ein kleiner Traum. Ich tupfe anstelle seiner eine Ablegerwolke und setze meinen grünen Weg dann fort. Inzwischen realisiere ich, dass ich ein Zeitungsblatt als Grundlage verwende und bin überrascht, wie gut das Format der Zeitung mit der Lage meiner Traumwege übereinstimmt! Ja, und wie leicht sich die jeweiligen Traumerinnerungen nur durch dieses Tun einstellen und dem Weg zuordnen lassen. Es ist wunderbar. So, haben nun wirklich alle Träume dieser Nacht ihren Platz gefunden? Da war die Szene am Teich, die Fahrkarten, die Laternenbrille, das Waschbecken der Älteren … Inzwischen habe ich den linken Zeitungsrand erreicht. Dort, neben dem Tisch, steht ein Mann. Er ist gekommen, um seinen Schwamm und seinen Notizzettel zu holen. Oh … es ist also sein Schwamm. Das ahnte ich nicht. In meiner Hand sein Notizzettel, über und über mit der grünen Kreide betupft. „Ich werde Ihren Notizzettel abtippen und ausdrucken. Okay? Dann haben Sie ihn wieder schön. Den Schwamm will ich ausspülen“ Doch der Mann meint, der grün bemalte Notizzettel tue es auch. Als ich den Schwamm über das Waschbecken halte, verheddern sich meine Finger mit einer der filigranen Grünpflanzen, die die Älteren vor ihrer Abreise dort abstellten – wohl damit die Pflanzen nahe am Wasser stehen – und ziehe ein hauchfeines Fädchen mit einem winzigen Blatt samt Wurzel aus der Erde. Unangenehm.