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Der irritierte Fotograf

Traum vom 1. Februar 2011

Nanu? Verwundert bleibe ich in der Tür stehen, so sehr überrascht, was ich sehe. Ein Fotograf ist gekommen … Naja, ist okay, macht er halt Fotos. Einfach abwarten. Aber merkwürdig ist der Typ schon … Er gibt Anweisungen mit ausladenden Bewegungen und – auch wenn ich das anfangs nicht glauben will – er will sich damit ein wenig wichtig machen oder zeigen, was er Tolles drauf hat. Immer wieder nimmt er einen Schluck Whisky, so als sei das notwendig für eine raubeinige Stimme oder die entsprechende Stimmung. Ach Quatsch, das glaubt er doch nicht im Ernst. Oder? Nun dreht er seinem Modell den Rücken zu, um über die Schulter hinweg ein Foto zu machen. Das soll den Effekt haben, dass es eine ganz lässige Aufnahme gibt, von der man denkt: aha, Schnappschuss. Außerdem kann er so zeigen, wie er seinen Körper und seine Kamera beherrscht – er schießt quasi „aus der Hüfte“. Nun hat er mich bemerkt. In seinem Bestreben es nun ganz besonders gut zu machen, aber doch von mir kurz abgelenkt, trifft er sein Modell nicht und die Aufnahme geht völlig daneben. Das führt zu einer kleinen Irritation und seine Augäpfel zucken staccato hin und her, nach rechts – zum Modell – und links – zu mir – nach links und rechts, links und rechts, … Ich spüre, wie er seine Aufmerksamkeit auf seine Aufgabe zu richten versucht, doch eine offenbar gleich starke, unkontrollierte innere Instanz will die Aufmerksamkeit auf mich heften. In dieser Unentschlossenheit hängt er fest, pendelt marginal hin und her.

Traumpfad:

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