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Nabelschnurrestsuche und Neueröffnungen

Traum vom 7. Februar 2011

Eine weite Halle ähnlich einem Ausstellungsraum. In einer Nische ein Umkleidebereich mit Bänken und Spinden. Monika zieht sich um. Ich gehe ihr aus dem Weg – will weder gesehen werden noch mit ihr sprechen. Wir sind aus dem gleichen Grund hier: Untersuchung des inzwischen eingetrockneten Nabelschnurrests.

Die Untersuchungen sind abgeschlossen. Wieder treffe ich in der Umkleidezone auf Monika und weiche ihr erneut aus. Sie, oder ich, sucht nach dem Nabelschnurrest. Eine Assistentin kommt hinzu und alle suchen zwischen Bänken und Fußmatten nach dem abgefallenen Rest. Der untersuchende Arzt kann nicht glauben, dass er fort ist. Das Verschwinden des Nabelschnurrestes wäre eine unglaubliche Sache! Einfach so vom Bauchnabel abgefallen – ist das wirklich so unglaublich?

Beim Verlassen der Hallen komme ich an den Safes vorbei und bemerke erst jetzt den Schlüssel mit der auffälligen roten Räute in meiner Hand (real für das Fahrradschloss). Na, ob ich wirklich befugt bin? An der Lichtschranke angekommen, führe ich den Schlüssel zögernd Richtung Sensor… Tatsächlich! Lautlos springt das Licht auf Grün – ein grünes Licht hinter einer kleinen ovalen Milchglasscheibe – und signalisiert: Zugang frei. Ohne es vorgehabt zu haben, ohne je davon geahnt zu haben, öffne ich meinen Safe: eine kleine Schublade. Darin zwei kleine Reißverschlussbeutel gefüllt mit je einmal 10-Cent Münzen und mit Kupferlingen. Nur vom Nabelschnurrest ist keine Spur zu sehen. – hätte ja sein können.

Nicht viel später treibt es mich – ohne zu wissen, warum – erneut in die Safe-Zone. Ich gehe lautlos, will keinesfalls auffallen und zur Rede gestellt werden. Sicher mache ich mich verdächtig, wenn ich gleich zwei Mal am Tag meinen Safe öffne. Ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist. Doch es geht problemlos wie beim ersten Mal. Das grüne Lämpchen leuchtet auf, der Safe öffnet sich geräuschlos und erneut kann ich einen Blick auf die beiden Geldtütchen werfen. Aha.

Dann in der Wohnung. Auf der Straße lautes Gerumpel, wie von der Müllabfuhr? Ich schaue aus dem Fenster, zur Straße hinab. Wow… Als wir herzogen, da war die Steinkleestraße eine ganz einfache Alt-Eckenheimer Einbahnstraße. Doch jetzt gibt es, nur zwei Häuser weiter, einen ganz neuen, einladend hellen E::ka-Markt. Alles neu und schön. Und wiederum ein Haus weiter wurde von der Barkenhoff-Stiftung ein kleines Museum errichtet – hell und einladend mit einem geschwungenen, bastfarbenen Tresen im Eingangsbereich. Dort nebenan ein Ausstellungsraum – dort, wo die Safes waren, gibt es mit Nährstofflösung gefüllte Glas-Leuchtkästen, in denen lebend erhaltene menschliche Innereien zur Schau gestellt werden. Der Clou ist, dass sich die Organe darin frei schwebend drehen, so dass man sie in aller Ruhe von allen Seiten betrachten kann. Einen Nabelschnurrest kann ich aber auch hier nicht entdecken.

„Mike!!“ Ich stehe draußen vorm Haus und kann es kaum fassen: all diese Veränderungen während der letzten Jahre habe ich bis zu diesem Augenblick gar nicht bemerkt! Verblüffend. Finde ich aber gut, wirklich gut.

Traumpfad: in der schlaflosen ersten Nachthälfte fiel mir ein: dass sich – seitdem ich nach Frankfurt gekommen bin – keine nennenswerten Veränderungen positiver Art mehr für mich ergeben hatten.