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Schlechter Atem und Verlockungen

Traum vom 1. Juni 2009

Die Nacht ist hell. In einer unbekannten Ecke Narbonne-Plages warte ich, gemeinsam mit einigen Einheimischen, auf den Bus. Wir warten lang, wir sind aneinander gedrängt. Inzwischen hat sich in unserer Mitte eine kaum wahrnehmbare Warteschlange gebildet, in die sich nun ein neu hinzu gekommener Mann einreiht. Er hat eine ungesund gelbliche Haut und – so weiß ich, ohne es zu riechen – einen üblen Atem. So wage ich kaum zu atmen, da er mir so nahe steht. Außerhalb der Warteschlange steht ein streng dreinblickender Animus und schaut mich abwartend an… Immer noch halte ich die Luft an, und ich weiß, was der Animus von mir erwartet: Distanz vom Mann mit dem schlechten Atem, damit ich mir keine Bazillen einfange. Also gehe ich.

Eine Haltestelle weiter entdecke ich einen teils überdachten Bereich, an dem regionale Leckereien angegeboten werden. Am Ende der Auslagen sitzt die Kassiererin, die ich während meines Aufenthalts hier in Narbonne-Plage etwas kennen gelernt habe. Sie ist sehr nett, und ich würde gerne mit ihr plaudern, aber der Weg zu ihr führt an all diesen verführerischen Leckereien vorbei. So winke ich lachend ab: „Haha, nee nee, ich komme besser gar nicht erst her!!“ Mache mit diesen Worten eine Kehrtwende, registriere dabei ein fehl am Platz wirkenden Rückenkratzer, der mit seinen dürren Knochenfingern recht unappetitlich ausschaut. Die Kassiererin höre ich hinter meinem Rücken auflachen. Sie bedauert, dass wir keinen näheren Kontakt aufnehmen, aber sie versteht das natürlich sehr gut.

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