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Cers in Carcassonne

Traum vom 30. Mai 2009

Gemeinsam mit Moina eine lange Reise durch Nacht und Sand. Zu Fuß streifen wir durch das Land. Nicht zu erkennen, was uns beim nächsten Schritt begegnen oder geschehen wird. Eine schmale Gasse, ähnlich dem Gang zwischen den Sitzreihen in einem Bus. Von links unten kommend, streckt sich mir die verkümmerte Hand eines Versehrten – Beinamputierten? – entgegen.

Rechts, am Anfang der Pont Vieux in Carcassonne, wird Moina vom Cers gedrängt und durch eine Lücke im Brückenbogen fast in den Canal gestrieben. Ich eile zu ihr, reiche ihr meine Hand, um sie vor dem Absturz zu bewahren! Dieses Land ist unvorstellbar…. Die nach hier vertriebenen Menschen sind nicht einzuordnen. Ein altes Hufeisen; vielleicht sogar ein Hufnagel. Ob man am Strand Hufeisen finden kann? Zwei? Oder ob das sehr unwahrscheinlich, geradezu eine Schnapsidee ist? Zwei uniformierte Ganoven, dem Piraten ähnelnd, ergreifen Besitz von einem Raum; hügelig, weiter oben. Ich entwische ihnen, ehe deren Aufmerksamkeit mich erfasst, nach Carcassonne Ville-Basse. Gefühl von Freiheit und Offenheit. Das Shirt ist an der Brust gerafft, so wie es heute Mode ist. Ein Agoraphobiker staunt darüber, während ich sorglos weiterhüpfe. Der Zwillingsbruder huscht über den Flur der Älteren. Dabei stellt sich mir die dringliche Frage: Was hat er an diesem Ort verloren? Da ihn der Traum hier völlig fehl platziert hat, will mir das doch sicher etwas Wichtiges sagen? Ich verstehe den Sinn nicht! Da erscheint ein Notarzt aus Narbonne; vielleicht auch aus Bezier, und stellt sein weißes Arztköfferchen auf die Ablage über der Küchenschublade. Er reißt die Schublade auf, sucht mit den Augen darin und fragt ungestüm: „So sind seine Sachen?“ Er meint damit wohl das Spritzbesteck und medizinische Versorgung?! Natürlich ist das nicht hier, denn der Zwillingsbruder ist ja nur vorbei gekommen. Auch Worpswede wurde in Dünen aus feinkörnigem Sand errichtet – ein Sanddorf geradezu. In der Dunkelheit erscheint mir das vertraute Dorf wie geheimnisvolles Land. Mir begegnen Gestalten, die mir fremd erscheinen. Eine Frau, den den Eindruck vermittelt, ich sei an diesem Ort nicht willkommen. Naja, ich bin eh nur auf der Durchreise.

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