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Notenheft für Glückwunschkarten

Traum vom 19. Februar 2011

Gemeinsam mit einer mir fremden Freundin erreichen ich das obere Ende einer langen Treppe, die unten bei den U-Bahnen fußt. Gleich oben rechts neben der Treppe fällt ein Kiosk ins Auge, der wie in einer Telefonzelle untergebracht wirkt. Bei einem beiläufigen Blick durch die Scheibe entdecke ich Interessantes in einer Glasvitrine: Notenhefte fürs Keyboard. Eines enthält Software zum Gestalten kleiner Liedchen für Glückwunschpostkarten. An und für sich grauslich, diese tönenden Karten, aber hey: man könnte mit der Tastatur schöne Klanghäppchen entwickeln und wer weiß, was daraus entstehen könnte… In mir trudeln die Ideen wild durcheinander; keine ist greifbar. Auch bin ich verblüfft und mache meine Freundin darauf aufmerksam: „Das ist unglaublich! In meinem letzten Traum träumte ich von diesen Notenheften. Und auch im Traum fand ich diese in einem Kiosk ähnlich diesem mit den Glaswänden.“ So etwas sieht man nicht so häufig. Schon öfter träumte ich, was dann mal Realität wurde, doch staune ich immer noch jedes Mal neu, wenn es wieder zutrifft. Am liebsten kaufte ich mir so ein Notenheft, doch die Tür ist abgeschlossen – vermutlich Feierabend für heute. Ich drücke meine Nase an der Scheibe platt, löse mich dann begeistert und belebt, versuche meine Gedanken und Ideen zu ordnen, während wir auf ein paar Tische zustreben, wo bereits zwei Freundinnen meiner Freundin warten. Sie hatte mir von dieser Verabredung erzählt und gesagt, ich könne gerne dabei sein. Die beiden Frauen stehen auf, als sie mich sehen, schauen ernst und abwartend. In ihren Gesichtern lese ich … Moment … so was der Art: das ist also die Träumerin Marianne Masters, von der man immer wieder hört. Ich trage ja auch das rote Jäckchen – Wiedererkennungsmerkmal? Mich beschäftigt die Frage, ob die Frauen durch mich gestört werden könnten. Sie wollen sich doch sicherlich über Privates unterhalten und mir macht es nichts aus, allein zu sein. Doch eine der Frauen bittet mich sehr höflich, Platz zu nehmen. Sie würde so gerne von meinem Traum hören. Naja, das kann ich machen. Könnte. Ich zögere, würde gerne mit meinen Ideen spielen. Da läuft die Frau fort, kehrt bald zurück, streckt mir vier dänische Banknoten entgegen und sagt: „Bitte, wählen Sie, was Sie essen und trinken möchten. Wir besorgen, was Sie möchten und bezahlen alles.“ Hoffnungsvoll fügt sie an: „Und dann erzählen Sie …?“ An sich hatte ich mich inzwischen damit angefreundet, die nächsten Stunden allein zu verbringen, um meine Ideen auf Brauchbarkeit zu überprüfen. „Bitte setzen Sie sich!“ wiederholt die Frau voller Sanftmut und Interesse. Naja, natürlich… ich kann auch von meinen Träumen erzählen, wenn die Frauen so gerne möchten.

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