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Ansichtskarte mit Esel

Traum vom 19. Februar 2011



Livemitschnitt der gegenwärtigen Lage hoch oben in den Alpen. Ich sehe diese Dokumentation wie durch einen Tunnel als Projektion auf einer großen Leinwand in einem fast leeren Kinosaal. Was ich sehe, erschreckt. Es ist weit schlimmer, als ich erwartet hätte. Ein gewaltiger Sturm peitscht die Bäume zwischen den spitzen Felsen zu Boden oder gegen Felswände. Ein Helikopter taucht zwischen den Gipfeln auf, der Sturm packt auch diesen und drückt ihn an den nächsten Felsen. Ich drehe dem Film den Rücken zu, schaue über die Schulter hinweg weiter zu. Wie realistisch das wirkt… So als wäre man dabei. Ja, vielleicht befinde ich mich nicht in einem Kino, sondern in dem Helikopter, aus dem heraus dieser Film aufgenommen wird? Das erklärte auch die Präsenz einiger Soldaten hier im Halbdunkel. Unser Helikopter schwankt. Da hat uns doch etwas vom Sturm ergriffen. Oder schwankt die Projektion? Mehr und mehr entsteht der Eindruck, das hier ist knallharte Wirklichkeit. Und wir im Helikopter achten inzwischen darauf, weder vom Sturm noch vom trudelnden Helikopter dort hinter uns mitgerissen zu werden. Mein Gott, ich glaube, das ist real und ich stecke mitten drin!

Nur wenig später glücklich gelandet. Nach links ein Blick durch den offenen Ausgang, hinüber zum Hubschrauberlandeplatz. In meinen Händen halte ich einen Stapel mit acht hochwertigen Postkarten. Obendrauf liegen zwei kleine Barren; so groß wie Dominosteine, ähnlich den Figuren vom Kinderlabyrinth und so schwer wie Gold. Es sind die Tapferkeitsmedaillen, die meinem Mann, den Soldaten Mike, für seinen Einsatz im Helikopter verliehen wurde. Die Postkarten sind ein Geschenk und gehören dazu. Die Motive erkenne ich: tief leuchtende, goldene Bereiche und Details einer alten Collage mit Laternen. Das ist eine schöne Erinnerung. Wohl neugierig geworden, weil auch einer Karte ein Esel abgebildet ist, betrachte ich diese Karte näher. Eine Ansichtskarte, so wie man sie von Reisen versendet, zeigt einen jungen Esel auf goldgelbem Grund. Dazu vier Zweizeiler,
die ein paar freche Fragen mit aufforderndem Charakter stellen. Zum Beispiel: Warum besuchen Sie nicht mal die Hauptstadt Ihrer Knotenpunkte? Ich meine, beim Lesen ein Augenzwinkern zu spüren und so macht diese Ansichtskarte sogar mir Spaß. Beglückt richte ich den Kartenstoß glättend aus. Was für ein schönes Geschenk.

Traumpfad: Tastenspiel

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Eine Antwort zu Ansichtskarte mit Esel

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