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Angriffslustige Wiesel

Traum vom 19. Februar 2011

Noch ein Blick, um ich zu vergewissern, dass Moina wirklich gut untergebracht ist. Sie liegt zusammengerollt bei der alten Geweyhten im Bett, mit ihr unter einer Decke. Die Decke ist beiseite gerutscht. Fürsorglich rücke ich diese zurecht, bleibe aber in Sorge, weil Moina aus dem schmalen Bett fallen könnte. Blöd, denn eigentlich hatte ich sie hier untergebracht, um ungestört eine wichtige Angelegenheit zu erledigen. Erreicht habe ich das Gegenteil: ich werde in kurzen Abständen immer nach ihr sehen wollen und keine Ruhe finden.

Später. Moina verbringt auf eigenen Wunsch ein paar Stunden in ihrer alten Kita. Sie spielt im Wieselgehege; eine große verglaste Anlage wie im Zoo. Kaum ist Moina drin, stürzt ein Wiesel auf sie zu, hält kurz vor ihr mit lauerndem Blick inne, fletscht die Zähne und springt schließlich an ihre Hand. Mit strenger und entschlossener Stimme weist Moina den Wiesel zurecht, der sich etwas zurückzieht. Aber nur, um kurz darauf zu einem weiteren Angriff anzusetzen. Moina weicht erschrocken zurück, befiehlt mit Nachdruck dem Wiesel, das sein zu lassen. Einige Angriffe später wundere ich mich, warum Moina immer noch im Gehege ist. Die Ausgangstür liegt hinter ihrem Rücken, ganz nahe. Sie könnte gehen. Oh, jetzt wirft sie sich auch noch auf alle Viere, macht es den Wieseln nach. Rangelt sich mit den Wieseln wie eine junge Wildkatze und mit Erstaunen stelle ich fest: Sie genießt das Kräftemessen. Es bereitet ihr großes Vergnügen.