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Verzweifeltes Schneetreiben

Traum vom 21. Februar 2011

Nacht. Ganz ruhig ist es im Flur. Und doch lösen sich aus Wänden, Schrank und Gegenständen einige Gestalten und bleiben dann stehen. Wie stumme Wächter. Zur traurigen Melodie einer stummen Musik gehe ich zu jedem hin, schaue mit noch fehlendem Verständnis in die gleichmütig wirkenden Augen und nehme Abschied. Mit jedem schwofe ich zwei oder drei ruhige Umdrehungen. Bleiern das Schweigen unermesslicher Traurigkeit.

In der Küche der Älteren; noch vor Sonnenaufgang. Finster das Rechteck des Fensters, in dem dicke Schneeflocken treiben. Ich stehe am Küchentisch und bereite eine Speise. Als hätte ich es geahnt! Gila und Frederic sind überraschend zu Besuch gekommen. Sie kauern in den Leerräumen zwischen den Küchenmöbeln. Frederic grinst. Ihn amüsiert, wenn ich mich deppert und unnütz fühle, und wie ich mit fahrigen Bewegungen einen Drink bereite. Gilas Blick haftet mir böse im Rücken – ihr Gesicht drückt Abscheu aus. Von tiefer Verzweiflung getrieben, schlage ich auf das Eiweiß in der Schüssel ein, womöglich will ich – welch einen Grund sollte ich haben? – eine Speise mit viel Eischnee bereiten.

Traumpfad: Angriff des Killerschnees