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Glaskuchen und Ausgrabungsspiel

Traum vom 22. Februar 2011

Aaah, ist das heiß! Ich ziehe ein Blech mit frisch gebackenen Kirschkuchen in Gläsern aus dem Ofen. Schnell die Verschlüsse drauf schrauben, damit die Gläser Vakuum ziehen können. Trotz Topflappen zucke ich immer wieder zurück, so rasch dringt die Hitze durch. Ich backte den Kuchen in verschiedenen Gläsern: Sechskant- und Sturzgläser, Gläser mit seitlichen Griffmulden und flache Henkelschalen – wie für Hering. Vor allem die breiten Henkelschalen lassen sich schlecht zuschrauben. Der Deckel ist zu groß, als dass meine Finger ihn kraftvoll umschließen könnten. Etwas hinderlich ist vor allem, dass über jedes der noch offenen Gläser ein Frühstücksbeutel liegt, den ich erst während des Zuschraubens entfernen kann, indem ich langsam den Deckel auflege und die Luft entweichen lasse. Da bräuchte ich drei Hände. Eines der Gläser lässt sich nicht verschließen. Längst sind die Älteren eingetroffen und ich beschließe: wir essen heute Kirschkuchen! Ein ganzes Blech voll rechteckiger Kuchenstücke backte ich in all den Marmeladengläsern. Gelungen!

Eine große Feier für Herbert I. findet statt. Nichts wurde vorbereitet! Oje, auf meinem Schreibtisch und dem Schränkchen hinter meinem Stuhl liegen Stapel lang gelagerter Kleiderstoffe. So ein Durcheinander! Auf dem Fußboden noch mehr Stoffe. Und Staub. Ich beginne zu ordnen, zu kehren. Stehe bald an einem Serviertisch in noch leerem Festraum und rühre in vielen kleinen Gläschen den darin enthaltenen Zucker zugrunde. Erstaunlich, wie sich das Volumen allein durch das Rühren verringert. Hatte ich anfangs noch angenommen, sie wären fast zu voll, ist nun noch der Glasboden bedeckt. Der Zucker verflüssigt sich zu beerenfarbener Glasur. Na sowas. Damit es nicht so spärlich aussieht, werde ich den Zucker zusammenschütten. Hauptsache ist, dass genug Zucker für die Gäste angeboten wird.

Unter freiem Himmel dann der Tisch mit dem Spiel der Ausgrabungen: in einer Kiste voller Gartenerde sind allerhand Gefäße versteckt. Die Gäste können der Reihe nach versuchen, mittels Tasten eines der Gefäße zu finden. So richtig verstehe ich das Spiel noch nicht. Man braucht nur in die Kiste greifen, dann erwischt man ja gleich was. Es gibt gar kein Suchen. Aber ich will kein Spielverderber sein, schütte noch reichlich lockere Erde nach, damit ich wirklich tiefer graben muss. Ja, auch will ich damit zeigen, dass ich meinen Vorteil – mich mit dieser Erdkiste auszukennen – nicht ausnutze. Naja, es wundert mich nicht, dass ich trotzdem nicht suchen muss. Ich entscheide mich also dafür, das Gefäß gut zu finden und es zu nehmen. Es ist frustrierend, dass mir gleich alles in die Hände fällt, wo es mir doch eh nicht gefällt. Doch keiner scheint es zu bemerken. Plaudereien ringsum.

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