Home » Traumtagebuch » Glückwunsch Mario

Glückwunsch Mario

Traum vom 24. Februar 1996

Am Morgen: Ich gehe von meinem Elternhaus aus zu unserer Garage. Vom Weg aus schaue ich zu unserer Wohnung hinauf. Dort brennt kein Licht und Detlev ist auch nicht zu sehen – dann ist er wohl nicht da. Die Garage ist leergeräumt. Wurde ein Fest gefeiert? An der rechten Garagenwand hängt noch die Glückwunschkarte, die ich am Vortag dort angebracht habe. Die türkisfarbene Vorderseite und auch die Innenseiten sind in goldener Schrift beschrieben. Unter anderem mit Nettigkeiten für Mario. Ob sie wohl jemand gelesen hat? Leichtes Unbehagen. Margaux holt ihr Fahrrad aus der Garage und wir reden Belangloses.

Nun mit mehreren Leuten in einem größeren Imbiss. Hin und wieder ist auch Mario anwesend. Er hat, so wie ich, eine Pizza bestellt. Ich gehe in das Gästezimmer der Jäger; dort steht Mario vor dem Fenster. Er sagt, dass er viel liest, oft ein Buch an einem Tag. Ich sage, dass ich das auch tue, mich dann aber nicht so genau an den Inhalt erinnern zu können, leider. Darin ist er mit mir einer Meinung, auch wenn er es nicht sagt. Nun bin ich wieder im Imbiss. Um einen Tisch in der Mitte des Raumes sitzen sechs Personen. Ich stehe an dem Tisch. Eine Frau in meinem Alter, eine Serviererin vom Hotel nebenan, kommt herein. Sie möchte eine Kleinigkeit essen und eine Tasse Kaffee trinken. Sie möchte das aber im Hotel tun. Nur sie möchte nicht, dass es jemand sieht, wie sie die Sachen von hier mitnimmt. Gunter soll es heimlich für sie tun, während sie bei uns wartet. Er bringt eine Tasse Kaffee hinüber.

Imbiss und Hotel sind durch einen Fußweg miteinander verbunden, der etwa 50m lang ist und auf dem viele Menschen gehen.
Die Kellnerein dort im Hotel möchte Broschen verkaufen, und zwar den Gästen im Restaurant. Eine andere Frau und ich sollen ihr dabei helfen, indem wir uns die Broschen an unseren Jacken befestigen und den Gästen vorführen. Ich komme mir vor wie mit Orden behängt. Ich mag das nicht. Verkaufen dürfen wir die Broschen aber nicht, sondern nur zeigen. Die Kellnerin kassiert. Ich stecke mir eine Brosche mit sehr breiter, scharfer Nadel an meine hellbraune Lederjacke. Dabei beschädige ich die Jacke, zerschneide das Leder an der Stelle, was mich aber nicht weiter stört. Die andere Frau meint, damit würde ich ja meine Jacke kaputtmachen, was ich verneine.

Dann bin ich wieder im Imbiss, ohne Broschen. Ich habe eine kleine Gießkanne voller Wasser in meiner rechten Hand. Ich gehe damit um einen Teil des Tisches herum, an dem die Leute sitzen. Dabei schwenke ich die Kanne im Rhythmus meines Gehens, wobei ein Schwall Wasser aus der Tülle fließt und ich einen Mann damit treffe, der am Tisch sitzt. Ich sage kichernd, die Hand vor den Mund haltend, dass das keine Absicht war. In diesem Moment fließt schon wieder Wasser aus der Tülle, dem nächsten Mann in den Nacken, was mich belustigt. Und ich sage: “Oh, das wollte ich nicht!” Aber eigentlich ist es mir ganz recht. Von Seiten der Männer kommt außer einem überraschten Umblicken keine Reaktion.
Jetzt muss ich aber sehen, wo Thommy bleibt. Ich geh zum Ausgang des Imbisses und sehe ihn kommen, mit seiner Schultasche auf dem Rücken. Ich hole ihn herein. Ich würde ihm von meiner Pizza abgeben, aber er mag ja nicht, denke ich. Mein Teller mit der in der Mitte durchgeschnittenen Pizza, die inzwischen kalt geworden ist, steht auf einer hüfthohen Trennwand aus Holz im Imbiss.

Nun steh ich wieder in der leeren Garage. Thommy und Phillip sind auch da. Die Karte hängt noch an der Wand. Phillip schenkt Thommy seine Hausaufgaben: Der DIN A4-Bogen ist von beiden Seiten beschrieben. Auf der Rückseite sind Bemerkungen in roter Schrift vom Klassenlehrer J. Mayer. Außerdem steht die Note 2 dort. Ich glaube, Thommy möchte die Hausaufgaben nicht. Er möchte wissen, was ich dazu sage. Ich finde das auch nicht gut. Wenn unter seiner Aufgabe auch eine 5 stehen würde, so wäre es doch wenigstens seins. Auch wenn er nur eine halbe Seite geschrieben hat.