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Schmerzhafte Rosen

Traum vom 26. Februar 1996

Wir stehen mit mehreren Personen auf dem Privatweg – nahe der Hauptstraße. Eine Frau in diesem Grüppchen hat Geburtstag. Herbert und Mieanne sind auch da. Wir warten auf die Moormolly, die anlässlich des Geburtstages kommt. Sie fährt unter allgemeiner Bewunderung unseren Weg entlang bis zu Familie B. vor die Haustür. Wir meinen zu unseren Gästen, dass sie die Moormolly ja schon mal auf Video gesehen hätten, als sie anlässlich meines Geburtstages gekommen war und gefilmt wurde. Nun kommen auch Herr und Frau B. den Weg entlang zur Hauptstraße. Sie bringen einen Strauß rosa Rosen mit – in einer weißen Papiermanschette und teils in Cellophan gehüllt. Ich bemerke eine einzelne rosa Rose – ganz in Cellophan verpackt. Wir wissen, dass die Rosen für die Frau zum Geburtstag sind. Meinen Geburtstag hatten sie unbeachtet gelassen. Gunter sagt total geschockt: „Und das vor meinen Augen…“ Herr und Frau B. überreichen die Blumen liebevoll lächelnd und gratulieren der Frau. Sein lieber Blick, den er der Frau schenkt, tut mir so weh. Gunter und ich wenden uns ab um zu gehen. Doch noch ein Blick zurück, um Kontakt mit ihm aufzunehmen, und dann sage zu Frau B.: „Ach so…, ich wollte noch… ja………“ Dann wende ich mich an Herrn B., der mich bis jetzt nicht beachtet hat, und spreche ihn an. Er macht weiterhin so, als sei ich gar nicht da. Seine Haltung drückt aus: Sie sind für mich gestorben – unwiderruflich. Und ich spüre deutlich, da ist nichts mehr. Ich bin verletzt, voller tiefer Trauer, voller sprachlosem Schmerz. Aber ich lasse mir nichts anmerken. Er würde es ja sowieso nicht bemerken. Dann gehe ich Hand in Hand – betont langsam, damit es nicht nach Flucht aussieht – nach Hause. Es ist wie ein endgültiger Abschied.