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Tönende Bilder

Traum vom 2. März 2011

Ich halte eines der Bilder in der Hand, die auf ein bestimmtes Format beschnitten werden müssen. Mit einem Male erkenne ich das Problem: ein jedes Bild ist eine Art Klangschale und schwingt in seiner eigenen Frequenz. Die Bilder sind mit den Augen zu hören. Deshalb fällt es so schwer, sie zu beschneiden – eine Kleinigkeit zu viel oder an falscher Stelle und das Klangbild ist zerstört. Aber ich grübele jetzt schon zu lange darüber, wie ich es am besten mache. Vielleicht komme ich allein deshalb auf den Gedanken, alle Bilder in einem Satz zu bearbeiten. Das ist natürlich völliger Blödsinn, wenn schon die individuelle Bearbeitung Probleme bereitet. Ich muss in Ruhe jedes einzeln vornehmen. Und während ich darüber nachdenke, stürmen Meldungen von Facebook auf mich ein wie ein andauernder Mückenschwarm. In meinem Kopf prisselt es fiebrig. Nur am Rande registriere ich, dass ich vor allem dieses Bild mit dem Esel in der Hand halte; im Hintergrund sehe ich mich als Vierzehnjährige; ja, ich stehe in meinem jungen Körper in Raum und Bild zugleich. Warum … – Esel … ?

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