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Die goldenen Zimbeln

Traum vom 26. Mai 2009

- Narbonne-Plage -

Als ich die öffentliche Einrichtung erreiche, hocken dort bereits einige freundliche Muslime vor der noch verschlossenen Eingangstür. Ich hocke mich dazu. Zu unseren Füßen liegt der Inhalt einer rosa-flora-Chinatasche ausgebreitet; lauter Kleinspielzeug eines Kindergartenkindes. Zwischen den Teilen entdecke ich – kaum zu glauben – zwei paar golden glänzende Zimbeln, die einen beträchtlichen Durchmesser aufweisen. Ich streife die an den Zimbeln befestigten Gummischlaufen über die Mittelfinger und versuche sie zu spielen. Erinnere mich an Zeiten, da dies mehr Teil meines Lebens war, als es heute der Fall ist. Das Gummi sitzt zu locker, die Zimbeln finden so keine Kontrolle. Dennoch klingen sie beim Aneinanderschlagen wunderschön und rein. Die Zimbeln sind mir zu groß, sie gehören mir nicht, ich kann sie nicht spielen – so stelle ich unter den Augen der Muslime fest. Trotzdem verspüre ich eine unangenehme Gier, die mich dazu verleiten will, die Zimbeln an mich zu nehmen. Ich glaube nämlich nicht daran, dass das Kind zurückkehren und nach den Zimbeln Ausschau halten wird. Soll ich sie nehmen? Wie glänzend sie sind, wie golden, wie wunderfein sie klingen! So ungewöhnlich in dieser Ausführung! Ich ringe eine Weile mit dem Haben-Wollen, bis es unterliegt.

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