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Schafwollallergie

Traum vom 22. Mai 2009

Ich bin mit einer Frauengruppe unterwegs. Jede von ihnen ist – ohne dass dies offensichtlich zu erkennen wäre – in ihrem Fortkommen gehandicapt. Nur eine von ihnen sitzt im Rollstuhl. Diese Frau im Rollstuhl schiebe ich in die gewünschte Richtung; genauer: zu der Promo-Auslage einer großen, über mehrere Ebenen reichenden Buchhandlung. Die Frau im Rollstuhl findet rasch das Ersehnte. Auch ich würde gerne noch ein wenig stöbern – etwas Schönes für mich finden! Doch mein Vorhaben passt der Rollstuhlfahrerin nicht in den Kram. So schiebe ich sie, nachdem sie ihren Einkauf beendet hat, einen breiten Korridor entlang, der zwei Abteilungen eines großen Kaufhauses verbindet. Geradezu beflügelt, leichtfüssig beschwingt, treibe ich den Rollstuhl mit dem Mainstream oder dagegen, indem ich die Lücken nutze. Hui, macht das Laune! Inzwischen bin ich trabend auf dem Weg und denke, es dürfte der Rollstuhlfahrerin gut gefallen, wenn es mal so flott voran geht. Mir gefällt es. Doch ihr gefällt das ganz und gar nicht. Nicht viel später betrete ich, nun ohne Begleitung, eine ruhige Abteilung im Prana – außerhalb der Geschäftszeiten findet hier ein Wochenendseminar statt. Die gehandicapten Frauen haben sich hier vor einer Promo-Auslage versammelt. Oh, die Rollstuhlfahrerin ist nicht da?!? Die Gehandicapten erzählen mir, dass sich die Rollstuhlfahrerin durch den Erwerb des Buches vorhin eine Schafwollallergie eingehandelt habe. Da wir Frauen alle diesen Schafwollallergie auslösenden Stoff an uns tragen, kann die Rollstuhlfahrerin nicht mehr mit uns zusammen sein. Hey, das ist ja cool!! Ich bin voll begeistert! Das finde ich ja gut, dass sie nicht mehr kommt. Ihre ständige Nörgelei hat mich eh genervt. Geradezu genial, so eine Schafwollallergie – wir sind sie los, können unsere Hände aber in Unschuld waschen. Schließlich können wir weder etwas für ihre Empfindlichkeiten, noch dafür, mit diesem Schafwollstoff behaftet zu sein.

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