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Schaum vorm Mund

Traum vom 10. Mai 2009

Im Laufschritt durchquere ich einen großen Saal, der still und dunkel liegt – gediegen, abgestanden, überholt. Auf der anderen Seite erreiche ich das angestrebte Nebenzimmer. Dort sitzen am langen Tisch jene Gäste, die eigens wegen eines wichtigen, bevorstehenden Ereignisses herbestellt wurden: Es sind Bedienstete, die für die Bewirtung einer prominenten Persönlichkeit und den Gefolgsleuten – ein Bild vom Dalai Lama steigt vor meinem inneren Auge auf – zuständig sein werden. Na, da komme ich ja noch rechtzeitig. Ich gehöre nämlich auch zum Dienstpersonal. Es bleibt sogar noch Zeit, mich dafür zurecht zu machen. Genau in dem Augenblick, da ich überlege, meine Zähne gleich mindestens(!) eine halbe Stunde mit Bleaching-Zahncreme zu putzen, sagt einer der Frauen am Tisch: „Ich gehe mir jetzt die Zähne putzen!“ Amüsiert, voll bissiger Ironie bestätige ich ihr Vorhaben: „Jahaha, ordentlich die Zähne putzen!!!“ Doch mir kommen leise Zweifel, ob überhaupt noch so viel Zeit dafür bleibt. Ich eile los, eine Etage höher und habe ein Bild von mir vor Augen, wie ich mir kräftig und eine halbe Stunde lang die Zähne putze; da ist viel Schaum vorm Mund.

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