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Nachtsicht in geheimem Klassenraum

Traum vom 7. Mai 2009

Als ich erwache, bin ich gerade dabei, einen völlig unbekannten, finsteren Kellerraum zu betreten. Ohne Absicht; keine Ahnung, wie und warum ich hier angekommen bin. Gleich beim Eintreten wird mir eine spezielle Haube über den Kopf gezogen. Das Dunkel des Kellerraumes lichtet sich prompt und ich erfahre, dass dies ein geheimer Klassenraum ist. Rundum stehen junge Menschen, mit dem Rücken zur Wand. Sie lernen mit vollster Konzentration, lassen sich auch nicht davon ablenken, dass ich hinzukomme. Die Hauben – Fechtmasken mit Drahtgittern ähnelnd – die wir alle tragen, sind mit speziellen Sensoren ausgestattet und erlauben, in der Dunkelheit zu sehen. Die Sicht ist deutlich besser als bei Nachtsichtgeräten, ja geradezu realitätsgetreu, halt nur spärlicher beleuchtet.

Alle Anwesenden tragen schwarze, blickdichte Strumpfhosen, Khakishorts, schwarzes Shirt und die Haube ist aus khakifarbenem, dünnem aber festem Stoff. Durch die Betrachtung der Anwesenden wird mir bewusst, dass diese Haube mir erlaubt, im Dunkeln zu sehen, und spüre eine gewisse Ergriffenheit und Ehrfurcht. Ich höre dem Unterricht zu. Die SchülerInnen antworten auf die schwierigen Fragen des Lehrers. Wir erfahren, dass es heutzutage absolut notwendig ist, im Dunkel sehen zu können – es wird so viel gestohlen! Gleichzeitig sollen wir auf diese Weise unser Bewusstsein erweitern.

Ganz gespannt schaue ich zu, und ohne bewusste Absicht, holt meine rechte Hand mit einem Male ein Schwert hinter meinem Rücken hervor, lässt es aufblitzen, ich spüre unbändige Freude bis zur Kehle hinauf steigen, sehe die blanke, hauchdünnen Klinge, weißgolden, flexibel in ihrer Länge, hart und unbeirrt an der Spitze – nicht ein Fingerabdruck oder Schmierstreifen trüben ihren Glanz; wie unberührt… Das Aufblitzen ist eindrücklich. Oh Gott! Oh Schreck! Von der Existenz dieses Schwerts hatte ich bisher keinen blassen Schimmer! Nach wenigen, kraftvollen Schwüngen in der Luft – en garde! – lasse ich es zur Ruhe kommen und schnell hinter meinem Rücken verschwinden. Ja, und mir kommt es so vor, als sei dies gar nicht gewesen. Vielleicht habe ich mich, was das Schwert betrifft, einfach nur getäuscht. Eine falsche Erinnerung vielleicht.

Die SchülerInnen und der Lehrer lesen gemeinsam einen Text vor. Die Stimmen kommen nur ganz schwach bei mir an. Ich rücke die offenbar verrutschte Haube zurecht, damit die Sensorfelder im Ohrbereich mittig auf meinen Ohren zu liegen kommen. Tatsächlich, dadurch wird eine ganz gut hörbare Lautstärke erzielt. Vor den Augen liegt ebenfalls ein breites Sensorfeld, und ebenso im Mund-Kinn-Bereich. Ich werde wacher und wacher und damit kommt das Staunen über diese beeindruckenden Möglichkeiten, die zu bemerkenswerten Fähigkeiten verhelfen.

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