Home » Traumtagebuch » An Ketten

An Ketten

Traum vom 6. Mai 2009

Ich sitze in der Gondel eines Kettenkarussells. Nein, nicht zum Vergnügen, sondern weil es ein Fortbewegungsmittel ist – zumindest bin ich in diesem Glauben, ohne das zu hinterfragen. Die Fahrt hat begonnen, das Karussell dreht sich rasend; ein irres Kreiseln. Eine Vertraute, die gemeinsam mit mir auf dem Weg ist, sitzt in einer anderen Gondel. Es gelingt nur für Sekundenbruchteile, einen Blickkontakt zu ihr herzustellen. Immer wieder vergeht mir Hören und Sehen, ich verliere die Orientierung, drohe bewusstlos zu werden. Nicht nur das Karussell dreht sich, sondern auch die Gondel dreht sich um sich selbst. Angetrieben von der Kettenhalterung weit oben in der Konstruktion. Mit aller Kraft halte ich mich an den Ketten fest, um nicht heraus zu fliegen. Mein Gesicht verkrampft sich, fühlt sich verzerrt an, der Atem stockt wieder und wieder, obwohl ich versuche, nicht die Luft anzuhalten. Es kreiselt einfach total heftig. Irgendwann wird dieses Trudeln vorbei sein! Irgendwann! Das ist sicher, es war bisher jedes Mal so! Deshalb bin ich auch fest entschlossen, diese Situation durchzustehen. Ich werde verharren, bis die Zeit vorüber ist und bis wir am Ziel angekommen sind. Dieser Entschloss macht alles etwas erträglicher, aber meine Grenze des Erträglichen ist längst überschritten.

Tags: