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Der Lack ist ab

Traum vom 16. September 2011

Die Podiumsdiskussion fand in kleinem Rahmen statt. Im Anschluss daran eile ich hinüber in das Nebenhaus, um mich dort in den Privaträumen umzuziehen. Wie angenehm ruhig es hier ist.

Draußen im Gang treffen Rainer Rabowski und Lothar Struck zusammen, wirken sichtlich erfreut über diese unerwartete Begegnung und finden sich gleich in einem angeregten Austausch über den Euro.

Ich sitze in einem der Räume auf dem Boden und entkleide mich. Ganz langsam und geräuschlos, um nichts von dem interessanten Gespräch zu verpassen. Ich schiebe meinen Slip langsam die Beine herunter, bemerke erneut das dunkle Blut und bin fast erleichtert, das Alte endlich abstreifen zu können. Ich stehe auf, nur noch mit einem altmodischen, knielangen Nachthemd bekleidet, um mich auf den Weg hinüber in ein anderes Zimmer zu machen. Dieser führt direkt bei den beiden Männern vorbei. Im geblümten Nachthemd fühle ich mich nicht wohl, denke aber, die beiden sind eh so im Gespräch vertieft, dass sie mich kaum wahrnehmen dürften. Um durch wortloses Vorbeischleichen nicht doch noch auf mich aufmerksam zu machen, begrüße ich beide mit einem Lächeln und einer launigen Bemerkung zum Thema: „Es geht immer Auf und Ab.“ Gleichzeitig will ich damit entschuldigend ausdrücken: auch mit meiner Kleidung geht es auf und – siehe Nachthemd – ab. Einer der beiden reagiert amüsiert und antwortet, doch die Botschaft kommt nicht mehr bei mir an, denn ich bemerke plötzlich wie weiß meine nackten Beine sind! Schneeweiß! Und seitlich der rechten Wade ist die Haut rau und schuppig; wie nach dem Kratzen mit allen Fingern einer Hand. Unschön. Ich spüre Rainers Blick an meiner Wade. War eigentlich klar, dass ihm das nicht entgeht. Doch beruhige ich mich damit, dass meine Zehennägel frisch gepflegt und mit dunkelrotem Lack bemalt sind; was den Blick hoffentlich ablenkt. Im Nebenzimmer angekommen, vergewissere ich mich meiner schönen Zehennägel. Doch oje oje! Mit Entsetzen erkenne ich: der Lack ist ab! Nur an den Nagelrändern künden hässliche Streifen davon, dass die Nägel mal lackiert waren. Hatte ich so billigen Lack erwischt, der allein durch das Tragen der Schuhe abgerieben wird? Ich hielt ihn für hochwertig. Wie peinlich. Das sieht ja voll hässlich und ungepflegt aus.