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Unerwartete Entwicklung in Dunkelkammer

Traum vom 24. September 2011

Die Weite einer Landschaft ist der Raum. Unter der Glasglocke des dämmernden Himmels liegt eine Fläche von etwa 10 m² auf vier Tischbeinen, abgedeckt mit einem schwarzen Tuch. Um diese herum kommt Hanni auf mich zu. Sie holte ihr Kind, das bei mir in Pflege war. Doch als sie nun sieht, dass ich bei Kräften noch bin, will sie mir drei weitere Kinder zum Betreuen überlassen. Als ich das ablehne, ist sie stinksauer. Doch ändere ich meinen Standpunkt nicht, lasse sie mit den Kindern zurück, gehe um das schwarz Abgedeckte herum und von der hinteren Seite dann, beginne ich darunter zu kochen. Eine rechteckige Wanne fülle ich mit alten Jasminreiskörnern, gebe getrocknete Ananasstückchen hinzu, vermische mit köchelndem Wasser und wundere mich, dass diese alten Zutaten nicht nur noch genießbar sein sollen, sondern, mehr noch, einen ganz besonderen Genuss versprechen, wenn man nur milde und geduldig genug alles vermischt und köcheln lässt. Während ich mit einem Kochlöffel vorsichtig rühre, tritt mehr und mehr die Fotografie in Schwarzweiß zum Vorschein. Eine Szene aus einem Atelier: viele Besucher; ich erkenne Phyllis Kiehl vor dem Hintergrund einiger ihrer Bilder. Es ist so, als bilde das Kochwasser oberhalb des Reisgerichts die Enwicklerlösung für das Foto. Es ist unerwartet, denn eigentlich bin ich gewohnt, durch Rühren alles zu vermischen, zu vermengen, durcheinander zu bringen. Doch in diesem Falle führt das nachhaltige Rühren erst zu einem klaren Bild, das immer deutlicher zum Vorschein kommt, je länger der Ananasreis gart.