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Schönste Brüste und verbotene Champignons

Traum vom 26. April 2009

Irgendwie bin ich an eine neue Freundin gekommen. Ihr gefällt das Zusammensein mit mir, und so holt sie mich gleich wieder mit ihrem Auto ab, um ins Schwimmbad zu fahren – so, wie bereits gestern geschehen.

Nach wenigen hundert Metern – wir fahren Richtung Worpswede City – fällt mir ein, dass ich einen Teil meines Schwimmzeugs mitzunehmen vergessen habe, sage aber nichts, während mein Blick auf die von üppig grünen Bäumen gesäumte Dortstraße fällt – Höhe Schafswiese. Inzwischen haben wir die Hälfte der Strecke zum Schwimmbad zurückgelegt – Waakhausen/ Richtung OHZ. Da teile ich ihr mit: „Ich habe kein Badezeug dabei.“ Mir ist eingefallen, dass auch mein Badeanzug noch zu Hause liegt. Ganz klar, dass sie deswegen nicht mehr umkehren wird. Das hätte ich dann schon eher sagen müssen. Sie kramt aber ihr Portemonnaie hervor und schaut nach, ob sie genug Geld dabei hat, um mir das notwendige Schwimmzeug im Hallenbad zu kaufen. Das ist offenbar nicht der Fall und sie steckt das Portemonnaie wortlos wieder ein. Jetzt weiß ich nicht mehr, warum ich mit dieser Frau befreundet bin. Unser Zusammensein bereitet mir weder Freude noch Inspiration; wir haben uns nichts zu sagen. Meine Laune hat sich spürbar verschlechtert. Ich habe keine Lust darauf, eine Stunde im Eingangsbereich des Schwimmbades zu hocken und zuzuschauen. Ja, ich überlege ernsthaft, nackt zu schwimmen. Verwerfe diese eigentlich sehr gute Idee dann doch wieder.

Im Schwimmbad. Meine Freundin zieht ihre Runden. Ich gehe gedankenversunken den Korridor zwischen Eingangsbereich und Umkleideräume hin und her. Der schwarze Marmor an den Wänden verdunkelt meine Laune noch mehr. So geht das nicht weiter. Ehe ich richtig übellaunig und aggressiv werde, sollte ich hier besser verschwinden. Ich könnte einen Zettel für meine Freundin schreiben, auf dem ich ihr notiere, dass ich gegangen bin. Diese Notiz könnte ich auf eine Fensterbank kurz vor dem Ausgang legen. Nur: wird sie das Zettelchen finden? Oder: wird das Personal den Zettel dort fortnehmen, ehe meine Freundin ihn lesen konnte? Womöglich würde sie dann vergeblich auf mich warten. Das könnte Ärger geben.

Meine Überlegungen ziehen sich hin. Inzwischen ist die Freundin wieder an meiner Seite, und mit ihr zwei weitere Frauen. Es scheint eine angenehme Konkurrenz zwischen uns zu geben. So nach dem Motto: Wer hat die schönste Brust? Wie immer bin ich schnell geneigt, meine Bluse weit zu öffnen. Die Meinung der anderen ist mir allerdings nicht wichtig und so achte ich nicht darauf, wie die Frauen auf meine spontane Offenheit reagieren. Aufbruch!

Am U-Bahn-Haltepunkt „Sigmund Freud“. Meine Freundin wird den an der Verkehrsinsel ankernden Ozeanriesen besteigen. Doch ihr Reiseantritt bereitet unerwartete Probleme. Eine Person vom Ordnungsamt prüft die zusteigenden Passagiere. Ein Sachverständiger der ÖVB meint, es sei nicht zulässig, dass Passagiere zusteigen, die kurz zuvor Champignons verzehrt haben. Wie bitte?? Die beiden Männer – Ordnungsbeamter und Sachverständiger – stehen etwas abseits, fast auf den Gleisen wie Bahnarbeiter, und unterhalten sich sehr belebt über diese Angelegenheit. Ich sage zu ihnen: „Das darf ja wohl nicht wahr sein?! Warum darf man keine Champignons essen?“
Einer antwortet: „Diese enthalten bewusstseinsverändernde Substanzen.“
„Ach du liebe Zeit! Das wusste ich nicht.“
„Warum haben sie ihrer Freundin denn Champignons serviert?“
Es ist mir unverständlich, dass diese Frage gestellt wird. Ich antworte: „Na, schauen Sie! Meine Freundin wartete dort drüben an der Haltestelle. Das heißt, ich musste mit dem Tellergericht zwei Gleise und eine Straße überqueren! Dafür erschienen mir Kartoffeln und Champignons am besten geeignet. Aber hätte ich geahnt… dann hätte ich ihr Brokkoli gegeben.“

Einer der Männer fragt irritiert: „WAS hätten sie ihr gegeben?“ „Na, Brokkoli! Brooooo kkooooo liiii!“ Das alles war ja keine Absicht; wir führen nichts Fragwürdiges im Schilde. Es gibt keinen Grund, die Freundin vom Schiff zu weisen! Die Freundin geht die doppelte Gangway hinauf – die Treppen erinnern an den Aufstieg einer Straßenbahnüberführung – und geht an Deck, um die ganze Angelegenheit mit dem Kapitän persönlich zu regeln. Als sie nach einigen Minuten wieder zurückkehrt, wirkt sie sichtlich erleichtert und gelöst. Der Kapitän nimmt sie selbstverständlich mit auf die Reise. Na also!

Ich gehe nun ebenfalls die Gangway hinauf und betrete das Abteil. Ziemlich geräumig und… Wo bin ich? Bis zu diesem Augenblick hatte ich angenommen, mich im IC oder ICE zu befinden, aber irgendwie… Eine Durchsage: „Wir erreichen Bremen um 19:15 Uhr.“ Aha. Oje, erst jetzt erkenne ich: ich bin in ein Flugzeug gestiegen! Wirklich blöd ist, dass ich vergessen habe, ob ich Flugangst habe oder nicht. Was nun? Und: Wird man mich in Bremen abholen?

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