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Vom Gärtnern und Inlinern

Traum vom 25. April 2009

In der zweiten Nachthälfte immer wieder von Gartenarbeit geträumt. In Erinnerung blieb eine sich drehende Pflanzenscheibe aus Edelstahl (etwa 15 cm Durchmesser). Diese ist mit einigen Nuten versehen, die den Stängeln junger Pflanzen Halt geben soll. Allerdings dreht sich diese Pflanzenscheibe beständig um ihre eigene Achse und es ist mir ein Rätsel, wie die Pflanzen dabei Ruhe und Halt finden können. Müsste es nicht eher so sein, dass die Stängel vergniesgnaddeln? Ich zerbreche mir lange Zeit den Kopf darüber, bis es sich richtig unangenehm und verkrampft im Kopf anfühlt. Irgendwann finde ich dann aus diesem Gedankenkarussell heraus.

Im großen Gewächshaus begegne ich Mike. Es ist Abend, die heutigen Arbeiten sind verrichtet. Mike kommt auf mich zu, schaut mir innerlich tief bewegt in die Augen und sagt aus vollem Herzen: „Vielen Dank! Noch nie tat jemand so viel für mich.“
Meint er mich? Klar, ich habe bis eben die letzten jungen Sträucher, für die er verantwortlich ist, versorgt und gepflegt. Aber ist es nicht selbstverständlich, dass anstehende Arbeiten sofort verrichtet werden?! Ich freue mich trotzdem über seine Dankbarkeit und genieße seine zärtliche Umarmung.

Später; Frühsommerabend. Die Eckenheimer Gärten liegen still. Auch ich habe für heute Feierabend gemacht und kurve inlinernd durch die den Gärten angrenzenden Straßen. Der Asphalt der Straßen weist teils Brüche auf, ist teils aufgebrochen und unbefestigt. Also so richtige Stolperfallen, wenn man gutes Tempo drauf hat. Die Kurven und Abbiegungen sind eine zusätzliche Herausforderung. Bei schätzungsweise Tempo 30 km/h kriege ich die Kurve nicht so richtig, sause auf eine Hecke zu. Anfangs erscheint sie mir ganz weich, erst kurz vor dem Aufprall entdecke ich das spitze Gehölz zwischen den blutbuchenähnlichen Blättern. Als ich dann aber davon aufgefangen werde, den stechenden Schmerz geradezu erwarte, spüre ich zum Glück nur Weichheit – uff!

Ich rolle geschwind weiter, eine nächste Kurve. Sehe ein Ehepaar, ebenfalls mit Inline Skates unterwegs. Nur der Mann bemerkt mich, schaut mit kritischem Blick auf meine Technik. Dann verschwinden sie in der nach links führenden Straße. Ich sause rechts herum, wieder zu schnell, rase auf die alte Mauer zu, die die Eckenheimer Gärten umgibt, erwarte den harten Aufprall – auwei!!! – doch auch diese Mauer fängt mich sanft auf und federt mich weich auf die Straße zurück. Wow, Glück gehabt!

Geiles Gefühl, so schnell über die Straßen zu rauschen. Wieder eine Ecke… Oh nee, ein Auto fährt direkt auf mich zu. Ein schwarzer „Y“; die Scheinwerfer ganz blitzblank, reflektieren ganz scharf das Licht, werden rasch größer, während das Fahrzeug auf mich zu rollt. Soll ich nach links oder rechts ausweichen? Wenn der Fahrer so denkt wie ich, was dann? Bleibt keine Zeit zu überlegen. Ich halte – oh, welch ein Leichtsinn! – die Spur. Abwarten, nichts verändern. Ein Glück, der Fahrer weicht in Richtung Mauer aus, wir gleiten haarscharf aneinander vorbei. Puuuh, gut gegangen! Das war knapp. Mir wird bewusst, wie schnell alles zu Ende sein kann. Ein kurzer Film läuft vor meinem inneren Auge ab: Das Auto kommt auf mich zu… Crash… es wird auf immer dunkel, der Ofen ist aus. Ich muss besser aufpassen!

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