Home » Traumtagebuch » Freiburg im Norden Bayerns

Freiburg im Norden Bayerns

Traum vom 23. Februar 2010

Im Eingangsbereich eines Festsaales. Vorfreude, ein bevorstehendes Ereignis. Vor mir her läuft Stephan, mein neuer Freund. Sein Name fällt mir gerade nicht ein. Ich freue mich total, ihn völlig unerwartet hier zu sehen. Er ist der Käpt’n in seiner neuen, etwas rauen Haut. Ich eile ihm nach, nehme von seiner Ausstrahlung auf, die an warme englische Wolle denken lässt. Als er nach links schaut, sehe ich sein festes Kinn mit hellen Bartstoppeln. Seine Hände hat er tief in die Taschen seiner Cordhose versenkt. So geht er – aufrecht, wortlos, eine gewisse Verlässlichkeit ausstrahlend.

Einige Schritte zurück, gehe ich auf ein paar Worpsweder zu, die nahe einem quer gestellten Tisch – vielleicht dient dieser nachher als Kassenbereich – warten und quatschen. Als sie mich erkennen, fragen sie sofort, warum man mich nicht mehr sieht. Heiter und unbeschwert antworte ich: „Ich lebe jetzt in Freiburg!“ Und nach einer kurzen Pause ergänze ich augenzwinkernd: „Da ist das Wetter auch viel schöner.“
Freiburg… wo liegt das noch…? Ach ja… gar nicht so südlich, wie ich im ersten Augenblick annahm. Ja genau, es liegt im nördlichsten Bayern, also gar nicht so fern von Worpswede und somit kein Grund, deswegen groß rumzutönen.

Später dann draußen – Abenddämmerung. Stephan, eine Frau und ich sind aufgefordert, den Seitenarm einer Kanalschleuse zu überspringen. Es ist nur ein großer Schritt nötig. Aber mitten über dem Spalt fliegen zwei Käfer oder Stechfliegen auf der Stelle. Immer dann, wenn ich zum großen Schritt ansetzen will, tauchen sie dort auf und lassen mich innehalten. Es sind Insekten mit dunkelroten Flügeln – sicherlich angriffslustige Tiere und ich fürchte mich vor einem Biss oder plötzlichen Stich. Meine Idee ist, dass Stephan sie einfach zwischen den Fingern zerdrückt, so wie Wanzen, wodurch sie sich in Luft auflösten. Allerdings hat Stephan etwas in dieser Art überhaupt nicht vor. Er neigt ja auch dazu, sie einfach zu ignorieren und seinen Weg fortzusetzen. Wenn ich weiterkommen will, müsste ich meine Vorbehalte überwinden.

Traumpfad: Gestern einen Traum aus dem letzten Jahr gelesen: Von DENKEN nach ANDACHT In dem früheren Traum geht es ebenso um den Norden und einen Wasserlauf wie im aktuellen Traum.

Tags: