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Am Trübsinn arbeiten

Traum vom 24. Januar 2012
2012-01-24 Altbrotladen
Ich bearbeite die Außenseite des großen Schaufensters vom Altbrotladen. Mit einem virtuellen Pinsel trage ich den Trübsinn von der Scheibe, damit das Innewohnende klarer zum Vorschein kommt. Drinnen brennt zu dieser Zeit noch kein Licht. Vorn im Schaufenster zwei große Steinzeugtöpfe, deren glasierte Außenseite des einen Retroblau und des anderen Sechziger-Vanillegelb zeigt. Während ich in dieser angenehmen Tätigkeit versunken bin, nebenbei still und fleißig alle neu gelernten Vokabeln wiederhole, höre ich Wolfgang im Off. Er kritisiert dies und das und jenes. Nichts Wichtiges, aber in der Summe nähme es mir – wäre er mir näher – die Freude an dieser Sache.

An einem Feiertag lande ich in dem weiten Raum eines Frauenarztes. Wenn auch außerhalb der Sprechzeiten, so komme ich während regulärer Zeit. Nur halb bei der Sache fordert er mich auf, mich auf den Gyn-Stuhl zu legen, welcher derzeit – und dafür entschuldigt er sich in aller Form – leider nicht richtig funktioniere. Er lässt sich nicht verstellen, so dass Kissen und Decken auf den Polstern liegen, die entsprechend untergeschoben werden sollen. Großzügig erkläre ich, das sei nicht so schlimm. Dies nebenbei, denn ich erzähle ihm von meinen Schlafstörungen. Dass ich seit den letzten Monaten kaum mehr als drei bis vier Stunden Schlaf finde. Wie sehr ich auf seinen Rat hoffe, der mir ausreichend Schlaf und damit Erholung bringen würde. Doch er hört nicht richtig zu, schaut die meiste Zeit zu dem großen Flatscreen. Mag sein, es ist ein Sprachkurs. Die BBC bringt eine Livereportage; vermutlich geht es um die Costa Concordia.