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Entgiftung mit Trichter

Traum vom 22. April 2009

Mit einem Reisekoffer eile ich von einem Bahnsteig zum anderen. Ich weiß weder, an welchem Bahnsteig noch um wie viel Uhr die Abfahrt ist. [...]

Der Ältere holt mich vom Bahnhof ab. Ein paar Tage werde ich bleiben. Als Gastgeschenk erhalte ich ein umfangreiches Sachbuch, über das ich mich sehr freue. Der Ältere macht mir ein großzügiges Angebot: „Oder möchtest Du es als DVD; zum Anschauen? Allerdings sind die Aufzeichnungen in englischer Sprache.“ Ein verlockendes Angebot. Aber ob ich in der Lage bin, eine solche Fülle an englischsprachigen Informationen zu erfassen? [...]

Unter freiem Himmel, am Bahnsteig, nahe einem Betriebsgebäude. Der etwa vierzigjährige Mann (typische, junge Animusgestalt) liegt bewusstlos am Boden. Im überdachten Durchgang am Betriebsgebäude stehen ein paar Bekannte(?) und schauen abwartend her.

Der Mann am Boden hat einen heftigen Krampf in Daumen und Zeigefinger seiner linken Hand. Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand sind mangelhaft durchblutet; auch unangenehm. Diese Symptome rühren daher, dass ihm zu viel Alkohol, dass ihm Gift eingeflößt wurde. Eigentlich sehe ich mich außerstande, ihm zu helfen. Da sich aber niemand um ihn kümmert, gebe ich mein Bestes. Ich knie mich an seine Seite, fasse vorsichtig seinen Kopf, um ihn in meinen Schoß zu betten. Sein Kopf fühlt sich geradezu haltlos an, und ich befürchte einen Augenblick, dass das Umlagern seines Kopfes ein Fehler sein könnte. Innere Verletzungen, die eine absolute Ruhigstellung erforderten?? Aber da ich seinen Kopf nun schon in den Händen halte, lege ich ihn in vorsichtig bei mir ab. Links neben mir liegt eine große Tasche aus durchsichtigem Weichplastik. Darin sind allerhand Utensilien. Unter anderem auch ein ganz feiner Absaugschlauch. Damit kann ich das Gift aus ihn heraussaugen. Hm, stecke ich den Schlauch in sein linkes oder rechtes Ohr? Ach, ich nehme das nahe liegende, also das rechte. Doch ich komme gar nicht so weit, da hebt der Bewusstlose mit geschlossenen Augen seinen Kopf an, öffnet seinen Mund und weist mehrmals mit seinem Zeigefinger hinein. Dann sinkt der Kopf wieder kraft- und bewusstlos zu Boden. Ah, verstehe, ich soll den Schlauch in den Rachen, in die Speiseröhre schieben. Okay, getan. Natürlich muss ich nun den Mageninhalt ansaugen… Könnte sein, dass ich dann den giftigen Mageninhalt in den Hals kriege. Oh nee, das wäre eklig und ungesund. Ah, ich entdecke einen braunen Trichter in der Tasche. Gute Sache! Ich setze diesen auf das aus dem Hals ragende Schlauchende. Ein Trichter ist gut, die Tülle bestens zum Kanalisieren geeignet. Damit habe ich eine gute Kontrolle über den Abpumpvorgang, denke ich voller Zuversicht. Die anderen Leute im Durchgang schauen gespannt und etwas bange zu, haben sich noch keinen Schritt bewegt.

Traumpfad: Die letzten beiden Nächte quälten mich, wohl von der Gartenarbeit herrührend, Krämpfe in Daumen und Zeigefinger der linken Hand, rechts tatsächlich “eingeschlafene” Daumen und Zeigefinger.

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