Home » Traumtagebuch » Geplättet

Geplättet

Traum vom 1. März 2010

Zwei Männer (Mitte 30). Einer der beiden – er sitzt an einem alten Küchentisch – begegnet mir freundschaftlich, der andere – er sitzt auf einer Bank am Rande des Raumes – beobachtet mich neutral. So weit okay. Mit einem Male spüre ich Bewegung, ich werde von einem unklärlichen Schwung durchdrungen, der mich an den Tisch springen lässt. Dem Freundschaftlichen also gegenüber stehend, greife ich einen alten, sichtlich geplätteten Perser-Tischläufer, schlage ihn ein paar Mal auf dem Tisch aus, um ihn nochmals zu glätten und zu entstauben. Dabei erkläre ich mit lauter Stimme, wie und warum ich das tue. Auf plattdeutsch, und so schlicht wie mir der Schnabel gewachsen ist. Der Freundschaftliche ist von meinem Auftritt ganz angetan. Jedoch habe ich damit, so hat es den Anschein, meine letzten Sympathien bei dem Beobachter am Rande verspielt. Es sieht aus, als wende dieser sich innerlich von mir ab. Eine für mich unangenehme Erfahrung, das so zu erleben. Aber ich kann es nicht ändern und ich predige weiter auf plattdeutsch, ohne mich von den Reaktionen aufhalten zu lassen. Als ich später zufällig noch einmal zum Beobachter schaue, stelle ich überrascht fest, dass er mir recht amüsiert zuschaut und seine Augen glänzen zustimmend. Also ist es alles doch nicht so klar.

Tags: