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Wahres Wasserbett

Ein Anruf von Rainer. Lebhafte Unterhaltung, während ich mit langen Schritten den Raum durchquere – hin und her. Nach einigen Minuten aber kommt von Rainer keine Antwort mehr. Anfangs denke ich, etwas Falsches gesagt zu haben, das ihn womöglich gekränkt hat, aber als ich nachfrage und immer noch keine Reaktion kommt, wird mir klar: unser Gespräch wurde von außen unterbrochen. Das hatte ich in der letzten Zeit doch häufiger, dass ein Gespräch nach drei oder vier Minuten zu Ende war? Natürlich! Und ich hatte das immer für einen natürlichen Gesprächsverlauf gehalten. Erst jetzt wird mir klar, es wird hart unterbrochen, ohne Rücksicht darauf, ob alles gesagt wurde.

Im Keller dann. Da Sabine für ein paar Tage fort ist, beauftragte sie mich damit, ihr Bett regelmäßig zu gießen. Während die Familie, deren Gast ich bin, ebenfalls einige Dinge im Keller packt, nehme ich einen Steingutkrug, der mit lauwarmem Wasser gefüllt ist, gehe – hebe ab und an ein kleines Stückchen rohe Vollkornspaghetti und wundere mich jedes Mal wie zartmürbe und süß die schmecken – gehe also zu Sabines Bett. Ein hübsch verziertes Prokrustesbett. In sanftem Strahl gieße ich das Wasser in die Bettwäsche. Ja, sie hatte gesagt, ich solle darauf achten, dass ihr Schlafplatz selbst trocken bleibt, aber bei mehr als einem Liter Wasser ist das schwierig. Und ehe ich mich versehe, ist alles durchnässt.
~ Traum vom 9. Februar 2012 ~